mini|Nina Alexandrowna Ostanina Nina Alexandrowna Ostanina (; * 26. Dezember 1955 in der Siedlung Pobedim beim Dorf Kolpakowo, Rajon Toptschicha, Region Altai) ist eine sowjetische bzw. russische Soziologin und Politikerin.Государственная Дума Федерального Собрания Российской Федерации 2022 год: Останина Нина Александровна (abgerufen am 4. Februar 2026).Выборы депутатов Государственной Думы Федерального Собрания Российской Федерации седьмого созыва: Останина Нина Александровна (abgerufen am 4. Februar 2026).
Leben Der Name des kleinen Heimatortes Pobedim (Wir werden siegen) wurde Ostaninas Lebensmotto. Nach dem Dorfschulabschluss mit Auszeichnung studierte sie in Barnaul an der gerade eröffneten Staatlichen Altai-Universität in der Historischen Fakultät mit Abschluss 1978. Darauf lehrte sie Geschichte und Sozialwissenschaft im Altai-Medizin-Institut und trat in die KPdSU ein.
Mit der Familie zog Ostanina in die Oblast Kemerowo und leitete in Prokopjewsk beim Bergwerk Siminka das Büro für Politische Bildung. Auch war sie Lektorin des Stadtkomitees der KPdSU und in der Sibirischen Bergbau-Metallurgie-Akademie in Nowokusnezk.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion organisierte Ostanina mit anderen Ende 1993 den regionalen Block Volksmacht der Unterstützer Aman-Geldy Tulejews und gehörte von 1994 bis 1999 zur Leitungsgruppe. In dieser Zeit war sie Assistentin des Vorsitzenden der Gesetzgebenden Versammlung der Oblast Kemerowo Tulejew.
Bei der zweiten Staatsduma-Wahl 1995 wurde Ostanina als Volksmacht-Kandidatin gewählt (Duma II bis 1999) und wurde Mitglied des Komitees für Föderations- und Regionalpolitikangelegenheiten, um dann stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Frauen-, Familien- und Jugendangelegenheiten zu werden. Wiedergewählt wurde sie 1999 im 1-Mandat-Wahlkreis Pkopewsk (Duma III bis 2003) als Kandidatin der KPRF. Sie gehörte zu der Agrarindustrie-Abgeordnetengruppe und blieb stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Frauen-, Familien- und Jugendangelegenheiten wie auch nach den weiteren Wiederwahlen (Duma IV 2003–2007, Duma V 2007–2011).
Ostanina gründete 2004 die gesellschaftliche Bewegung Kommunisten für das Kusbass und leitete sie dann. Im Dezember 2004 wurde sie zur 1. Sekretärin des Oblast-Kemerowo-Komitees der KPRF gewählt. An der Moskauer Akademie für Arbeit und Sozialbeziehungen verteidigte sie 2006 ihre Kandidat-Dissertation über die Sozialverwaltungsaspekte der russischen Jugend auf dem Arbeitsmarkt mit Erfolg für die Promotion zur Kandidatin der soziologischen Wissenschaften. Sie wurde Korrespondierendes Mitglied der Internationalen Akademie für Informatisierung in Moskau.
Mit ihrer Kritik ab 2010 an Tulejew, der 2000 die KPRF verlassen hatte und 2005 in die Partei Einiges Russland eingetreten war, verlor Ostanina Anhänger in ihrem heimischen Wahlkreis, sodass sie im August 011 ihr Amt im Oblast-Kemerowo-Komitee der KPRF aufgab und zur Arbeit im KPRF-Zentralkomitee in Moskau wechselte. Bei der Staatsduma-Wahl 2011 kandidierte sie vergeblich für die KPRF im Wahlkreis Region Stawropol.und ebenso 2016 im Wahlkreis Rubzowsk (Region Altai). Sie leitete nun den KPRF-Fraktionsapparat (Duma VI 2011–2016, Duma VII 2016–2021). Bei der Präsidentschaftswahl in Russland 2018 gehörte sie zu den Vertrauenspersonen des Kandidaten Pawel Grudinin.
Gewählt wurde Ostanina wieder in die Staatsduma für die KPRF 2021 im Wahlkreis Oblast Orenburg, Oblast Samara und Oblast Uljanowsk und wurde Vorsitzende des Komitees für Familien-, Frauen- und Kinderfragen.
Ostanina hatte bereits während des Studiums Igor Grigorjewitsch Ostanin geheiratet, mit dem sie zwei Söhne bekam und der in den 2000er Jahren im Staatsduma-Apparat arbeitete. Der ältere Sohn Daniil (* 1982) kam wegen Tötung seines Geschäftspartners im Streit 2010 vor Gericht und wurde 2012 zu 12,5 Jahren Arbeitslagerhaft verurteilt.Бизнесмен и сын экс-депутата Госдумы сядет на 12,5 лет (abgerufen am 4. Februar 2026).
Wegen Beteiligung an Staatsduma-Beschlüssen zum Russisch-Ukrainischen Krieg steht Ostanina auf Sanktionslisten anderer Länder.Open Sanctions: Nina Ostanina (abgerufen am 5. Februar 2026).
Ehrungen, Preise Ehrenurkunde der Staatsduma Medaille Spezial-Kusbass-Entwicklungsbetrag III. Klasse, II. Klasse Orden der Heiligen Apostelgleichen Fürstin Olga der Russisch-Orthodoxen Kirche III. Klasse Friedensstifterorden der russischen WORLD CHARITY ALLIANCE "PEACEMAKER"WORLDWIDE CHARITABLE ALLIANCE PEACEMAKER (abgerufen am 5. Februar 2026). Verdienstorden des KPRF-Zentralkomitees«Заслуги» Останиной оценил ЦК (abgerufen am 5. Februar 2026).
Weblinks
Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Останина, Нина Александровна
Einzelnachweise
Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Duma-Abgeordneter (Russische Föderation) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Frau