Hans Haase (* 12. Mai 1929 in Neumünster; † 22. September 2009)Helwig Schmidt-Glintzer: In memoriam Dr. Hans Haase. In: Monatsbericht / Herzog-August-Bibliothek, September 2009, S. 1f. (Nachruf). war ein deutscher Musikwissenschaftler und Bibliothekar.Haase, Hans. In: Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Bd. 44 (1971), S. 311 (Personenverzeichnis, mit allen biografischen Daten).

Leben und Wirken Hans Haase studierte ab 1950 Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und promovierte dort 1960 mit einer Dissertation über Jobst vom Brandt bei Hans Albrecht. Von 1954 bis 1958 arbeitete er von Kiel aus mit an der Redaktion des Lexikons Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Außerdem war er von 1956 bis 1960 wissenschaftliche Hilfskraft am Musikwissenschaftlichen Institut der Kieler Universität. Bis 1964 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Forschungsstelle für Musikgeschichte in Kiel, 1964/65 am Bach-Institut in Göttingen und 1966/67 am Répertoire internationale des sources musicale in München.

Im Jahre 1967 trat er als Bibliotheksreferendar an der Universitätsbibliothek Kiel in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein und legte 1969 die Fachprüfung hierfür an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ab. Ab 1969 war er als wissenschaftlicher Bibliothekar in der Handschriftenabteilung der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel tätig und beschäftigte sich hier vor allem mit den Musikhandschriften.

Veröffentlichungen (Auswahl)

(Hrsg., mit Wilfried Brennecke): Hans Albrecht in memoriam. Gedenkschrift mit Beiträgen von Freunden und Schülern. Bärenreiter, Kassel 1962.

Jobst vom Brandt (1517–1570). Ein Beitrag zur Musikgeschichte Deutschlands im zweiten Drittel des sechzehnten Jahrhunderts (= Kieler Schriften zur Musikwissenschaft, Bd. 13). Bärenreiter, Kassel 1967. (mit Kurt Gudewill): Michael Praetorius Creutzbergensis 1571(?) – 1621. Zwei Beiträge zu seinem und seiner Kapelle Jubiläumsjahr. Möseler, Wolfenbüttel 1971. (Bearb.): Heinrich Schütz (1585–1672) in seinen Beziehungen zum Wolfenbütteler Hof (= Ausstellungskatalog der Herzog-August-Bibliothek, Bd. 8). Wolfenbüttel 1972. Der erste herzogliche Bibliothekar – ein Musiker. Bemerkungen über den Kantor und Komponisten Leonhart Schröter. In: Paul Raabe (Hrsg.): Wolfenbütteler Beiträge. Aus den Schätzen der Herzog-August-Bibliothek. Klostermann, Frankfurt/M. 1972, S. 140–167. Die Universität Helmstedt 1576–1810. Bilder aus ihrer Geschichte. Jacobi, Bremen/Wolfenbüttel 1976, ISBN 3-87447-052-0. Alte Musik. In: Paul Raabe u. a.: Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel (Museum, Bd. 4/1978). Westermann, Braunschweig 1978, S. 74–81. Musik am Hofe. In: Paul Raabe u. a.: Sammler, Fürst, Gelehrter. Herzog August zu Braunschweig und Lüneburg 1579–1666 (= Ausstellungskatalog der Herzog-August-Bibliothek, Bd. 8). Wolfenbüttel 1979, S. 265–278, ISBN 3-88373-007-6.

Einzelnachweise

Kategorie:Musikwissenschaftler Kategorie:Bibliothekar (Wolfenbüttel) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2009 Kategorie:Mann