mini| Regina Kylberg, vor 1895 Regina Sofia Bobeck (* 5. April 1843 in Såtenäs (heute Gemeinde Lidköping), Skaraborgs län, Schweden, als Regina Sofia Kylberg; † 17. November 1913 in Tun (heute Gemeinde Lidköping)) war eine schwedische Malerin.
Leben Regina Kylberg war eine Tochter des Offiziers und Gutsbesitzers Lars Vilhelm Kylberg (1798–1865), der sich auch als Künstler betätigte.Olle Franzén: Lars Wilhelm Kylberg. In: Svenskt biografiskt lexikon, Band 21, 1975–1977, S. 728 ff, . Von ihren dreizehn Geschwistern machten sich mehrere als Künstler einen Namen, darunter der Bruder Hjalmar Kylberg und die Schwester Marina Kylberg.Sigurd Wallin: Konstnärsfamiljen Kylberg på Såtenäs. In: Fataburen: Nordiska museets och Skansens årsbok 1952 (PDF-Datei), S. 125–140.
Auch Regina Kylberg wurde schon von Kind an zum Zeichnen ermutigt. Während einer Reise nach Norwegen 1868–1869 begann sie auch mit dem Malen von Aquarellen.Die Biografie folgt, wenn nicht anders angegeben, den Artikel im Svenskt kvinnobiografiskt lexikon (siehe Weblinks), und im Svenskt biografiskt lexikon (siehe Literatur), alle abgerufen am 20. Januar 2026. Laut unsicheren Angaben studierte sie Mitte der 1870er Jahre bei dem Landschaftsmaler Per Daniel Holm an der Kunstakademie in Stockholm. In den Schülerverzeichnissen ist sie nicht aufgeführt; sie war aber mit einem Aquarell auf der Kunstausstellung der Akademie 1875 vertreten. Auf Studienreisen nach Paris 1878 (Studium bei Léon Bonnat und Ferdinand Heilbuth) und nach Italien 1880–1883 vervollkommnete sie ihre Fähigkeiten in der Freilichtmalerei.
Im Jahr 1887, also mit 44 Jahren, heiratete Regina Kylberg den Pfarrer und Propst Karl Josef Bobeck (1842–1913). Sie lebte seitdem, von kürzeren Reisen nach Norwegen abgesehen, auf dem Pfarrhof der Kirchengemeinde Tun, zu der auch das elterliche Gut in Såtenäs gehörte. Ihre Bilder signierte sie seitdem als Regina Kylberg-Bobeck. Da sie nicht auf ein Einkommen durch die Malerei angewiesen war, verkaufte sie relativ wenig. Aufgrund der Widerstände vieler männlicher Künstler konnte sie nicht als ordentliches Mitglied in die Kunstakademie aufgenommen werden, wurde aber 1884 als „Agré“ anerkannt. Georg von Rosen, der Direktor der Kunstakademie, bewertete ihr Sommerbild Parkinteriör als eins der schönsten Aquarelle schwedischer Herkunft. Eine große Ausstellung mit 162 Bildern wurde ihr 1903 durch Sveriges allmänna konstförening in Stockholm gewidmet. 1905 war sie auf der IX. Internationalen Kunstausstellung im Münchner Glaspalast vertreten.Eintrag in der Database of Modern Exhibitions. Abgerufen am 4. Januar 2026.
Werk mini|Kvinna på Promenad i Sommargrönska (Frau auf einem Spaziergang in der Sommergrüne), 1889 Kylberg-Bobeck malte überwiegend Aquarelle, meist Landschaften, bei denen sie in der Motivwahl klassizistisch-romantisch geprägt war, in der Komposition und Farbgebung aber schon sehr modern wirkt, bis hin zu Anklängen an den Impressionismus. Auch Blumen und Bauwerke, sowohl als Zeichnungen als auch als Aquarelle, finden sich häufig in ihrem Repertoire.
Die größten Bestände ihrer Werke (jeweils um die 100) finden sich im Västergötlands Museum in Skara und im Besitz der Kirchengemeinde Tun (teilweise ausgestellt in der Silvii skola). Bilder aus Värmland sind im Stockholmer Schloss ausgestellt. Daneben besitzen unter anderem auch das NationalmuseumEintrag auf der Website des Nationalmuseums, abgerufen am 4. Januar 2026. und das Bohusläns museum Werke von ihr.Eintrag auf digitaltmuseum.org, abgerufen am 4. Januar 2026.
Literatur G. Thomæus: Regina S Bobeck (f. Kylberg). In: Svenskt biografiskt lexikon, Band 5, 1925, S. 91 riksarkivet.se
Weblinks
Suzanne Palmquist: Regina Sofia Kylberg. In: Svenskt kvinnobiografiskt lexikon Kurzbiografie mit etlichen Bildern auf der heimatgeschichtlichen Website Tun och Tunbygden Eintrag auf digitaltmuseum.org Einzelnachweise
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