Paula Elfriede Knüpffer (* 29. Januar 1890 in Rheydt, Rheinprovinz; † 14. September 1978 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin, Kinderbuchautorin und Hörfunkmoderatorin. Sie schrieb das bekannte Kindergeburtstagslied Ich freue mich, dass ich geboren bin.
Leben und Wirken Der Vater Karl Schneider (* 1859) war Oberregierungsrat in Frankfurt am Main, die Mutter war Paula (* 1862), geborene Neumann. Paula Schneider wurde zunächst Lehrerin.Inge Marssolek, Adelheid von Saldern (Hrsg.), Radio im Nationalsozialismus, 1998, S. 85–86 (kurze Auszüge), mit einigen biographischen Details Sie heiratete um 1920/1925 den Journalisten Arthur Knüpffer. Ab 1926 spielte sie am Deutschen Staatstheater in Berlin unter Leopold Jessner mit bekannten Schauspielern wie Fritz Kortner, Marlene Dietrich und Veit Harlan.Gottfried Benn. Briefe an Elinor Büller 1930–1937, 1992, S. 286, mit einigen biographischen Angaben; vor allem nach dem Deutschen Bühnenjahrbuch, 1926–1941 (S. 707), (möglicherweise auch schon vorher mit ihrem Mädchennamen Paula Schneider?)
Ab 1929 schrieb Paula Knüpffer Hörspieltexte, ab 1933 war sie Mitarbeiterin beim Berliner Rundfunk, der bald danach in Reichssender Berlin umbenannt wurde. Spätestens seit 1938 leitete sie den Frauenfunk beim Deutschlandsender und war auch für die Kindersendungen verantwortlich, am beliebtesten wurde die wöchentliche Kindersingstunde Die Kunterbunt.Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1939, Sp. 452, auch 1943, Sp. 568, erwähnte diese besonders, auch in weiterer Literatur genannt
1945 wurde Paula Knüpffer nach Frankfurt/Oder evakuiert und zog später nach Frankfurt am Main.Hernach. Gottfried Benns Briefe an Ursula Ziebarth, 2001, S, 482; mit einigen Angaben zu dieser Zeit Spätestens seit 1950 lebte sie in Hamburg, wo sie seit 1952 ihre Hörfunksendungen für Kinder fortsetzen konnte, mit denselben Titeln wie (Paula Knüpffer sagt) den Kindern gute Nacht.Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1974, S. 491, auch 1977; mit detaillierten Angaben zu ihren Hörfunksendereihen 1960 lebte sie mit ihrem früheren Ehemann Arthur Knüpffer in Hamburg, er starb 1961.
Paula Knüpffer unterhielt zu dem Dichter Gottfried Benn einen langjährigen Kontakt, sie war auch mit der Schriftstellerin Elisabeth Langgässer und weiteren Künstlern bekannt.
Werke (Auswahl) Publikationen Paula Knüpffer schrieb mehrere Kinderbücher und ein Kinderlied.
Autorin Das Kunterbuntbuch für die Ganzkleinen und ihre Mütter, Union, Stuttgart 1936, 35.–44. Tausend 1948 Die Kinder vom Buschmühlenweg, Union, Stuttgart 1937, 31.–35. Tausend 1947 Rudi und seine Geschwister, Union, Stuttgart 1939, 24.–33. Tausend 1950 Ich freue mich, daß ich geboren bin, 1961, Text und Melodie
Herausgeberin Fröhlicher Tageslauf. Alte Kinderreime, Union, Stuttgart 1939 Deutsche Frauen. Bildnisse und Lebensdarstellungen, Berlin 1939, mit Arthur Knüpffer (kurze Auszüge)
Filme Paula Knüpffer spielte in mindestens zwei Filmen mit und wirkte in einigen als Produktionsassistentin.Inge Marsdolek I Inge Marssolek, Adelheid von Saldern (Hrsg.), Radio im Nationalsozialismus, 1998, S. 86, erwähnte sie als Regieassistentin in mehreren Filmen, in den Filmdatenbanken ist ihr Name aber nicht feststellbar Hier spricht das Kind. Ein Film von unseren Jüngsten Jüngsten im Rundfunk, Kurzdokumentarfilm, 1938Paula Knüpffer Filmportal Oben und unten, Fernsehserie, 1960, als Tante Paula, auch bei Fernsehserien
Hörspiele (Auswahl) Alle Produktionen entstanden bei der Funk-Stunde Berlin; Art der Hörspiele, wenn nicht anders angegeben: Sendespiel (Hörspielbearbeitung) 1925: Karl Niemann: Wie die Alten sungen. Lustspiel in vier Aufzügen – Regie: Alfred Braun 1925: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht (Sittah, Sultan Saladins Schwester) – Regie: Alfred Braun 1926: Georg Kaiser: Das Drama der letzten 30 Jahre: Von Morgens bis Mitternacht – Regie: Alfred Braun 1926: Hans Brennert, Jon Lehmann: Der Flieger. Volksstück in drei Aufzügen – Regie: Alfred Braun 1927: Arno Holz, Oskar Jerschke: Traumulus. Tragische Komödie in fünf Akten (Lydia Link, Schauspielerin) – Regie: Alfred Braun 1928: Hugo von Hofmannsthal: Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes – Regie: Alfred Braun 1928: Hermann Bahr: Die gelbe Nachtigall – Regie: Alfred Braun 1928: Carl Behr: Zwei Bund Schlüssel. Ein heiteres Hörspiel – Regie: Alfred Braun (Original-Hörspiel)
Quelle: ARD-Hörspieldatenbank
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