mini|Hōzō-mon, 2025 Hōzō-mon () ist ein Tor zum buddhistischen Tempel Sensō-ji im Bezirk Taitō von Tokio in Japan. Der Name des Tors bedeutet im deutschen Schatzkammer-Tor.

Lage Das Tor befindet sich auf der Südseite des Tempelbezirks im Stadtteil Asakusa, am nördlichen Ende der direkt auf das Tor zulaufenden Nakamise-Straße. Es ist das Innere von zwei Toren. Am südlichen Ende der Nakamise-Straße steht das Kaminari-mon.

Geschichte mini|Darstellung des Tors aus dem Jahr 1770 Erbaut wurde das Tor im Jahr 942 durch Taira Kinmasa als Dank dafür, dass seine Gebete erhört worden waren. Es war nach seinen Wächterfiguren als Niō-mon benannt. 1631 brannte das Tor nieder und wurde 1649 durch Tokugawa Iemitsu wieder errichtet. mini|Niō-mon, 1921 In der Edo-Zeit war der Tempel stark von einfachen Leuten frequentiert. An besonderen Festtagen war es erlaubt, die oberen Stockwerke des Tores zu erklimmen, so dass von dort die Aussicht auf die Umgebung, die Hochhäuser der Umgebung waren noch nicht errichtet, genossen werden konnte. Es gab den Volksglauben, dass, wenn man ein gekautes, rundes Papier auf die Niō-Statuen wirft und es dort haften blieb, ein Wunsch in Erfüllung ging.宝蔵門(仁王門) auf www.senso-ji.jp (japanisch)

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Niō-mon bei Luftangriffen auf Tokio im Jahr 1945 erneut zerstört. Finanziert durch eine Spende des Unternehmerehepaars Otani Yonetaro wurde das Tor zwischen 1961 und 1964 neu errichtet. Der Neubau entstand aus Stahlbeton und ist von einem mit Ziegeln gedeckten Dach bedeckt. Zugleich wurde es in Hōzō-mon umbenannt, da im Tor neben traditionellen Schriften auch Tempelschätze aufbewahrt werden.

Der feierliche Baubeginn fand am 20. Dezember 1961, die Fertigstellung am 1. April 1964 statt.宝蔵門(仁王門) auf www.senso-ji.jp (japanisch)

Architektur und Ausstattung mini|Blick auf die Durchgänge mit den Laternen Die untere Ebene besteht aus fünf Feldern, wobei die drei mittleren als Durchgänge dienen, während sich in den äußeren als Wächter Niō-Statuen befinden, nach denen das Tor lange benannt war. Die bis 1964 von Kyusaku Muraoka浅草寺・宝蔵門「仁王像(吽形像)」 auf www.pref.yamagata.jp (japanisch) geschaffenen Niō-Statuen haben eine Gesamthöhe von 5,45 Meter. In den Durchgängen befindet sich jeweils eine große Laterne. Die im mittleren Durchgang hängende große Laterne wiegt 450 Kilogramm und ist 3,75 Meter hoch und 2,70 Meter breit, bei einem Gewicht von 450 kg. mini|Blick von Nordwesten, zu erkennen auch die großen Sandalen Das Tor ist 21,7 Meter hoch. Es erreicht eine Breite von 21,1 Metern am unteren und 20,0 Metern am oberen Dach.宝蔵門(仁王門) auf www.senso-ji.jp (japanisch)

Auf der Nordseite des Tors befinden sich zwei große Strohsandalen (Waraji). Sie waren erstmalig 1941 von Shunzo Matsuoka gestiftet worden. Beim Neuaufbau des Tores 1964 wurden auch die Sandalen wieder gestiftet. Seitdem werden sie etwa alle zehn Jahre erneuert. Jede der Sandalen ist 4,50 Meter lang, 1,50 Meter breit und wiegt 500 Kilogramm. Die Sandalen symbolisieren die Kraft der als Wächter fungierenden Niō-Statuen. Sie sollen böse Geister verjagen, die denken sollen, dass die, die so große Sandalen tragen, den Tempel beschützen.浅草寺・宝蔵門「大わらじ」 auf www.pref.yamagata.jp (japanisch)

Weblinks

宝蔵門(仁王門) auf www.senso-ji.jp (japanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Taitō Kategorie:Tor in Japan Kategorie:Erbaut 1964