mini|Dorfkirche Neeken Die evangelische Dorfkirche Neeken ist eine spätromanische, barock veränderte Saalkirche im Ortsteil Neeken in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zur Kirchengemeinde Neeken im Evangelischen Regionalpfarramt Roßlau der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Geschichte und Architektur Die Kirche ist ein spätromanisches Feldsteinbauwerk, dessen Chor in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nach Osten verlängert wurde, worauf eine Baunaht hindeutet. Ursprünglich war die Kirche vermutlich eine vollständige Anlage.Matthias Friske: Mittelalterliche Kirchen im westlichen Fläming und Vorfläming. Lukas Verlag. 1. Auflage. Berlin 2007. S. 68–69. Die Ostwand ist in Fachwerk mit verbrettertem Giebel ausgeführt. Aus der Zeit der Chorverlängerung stammt auch der Dachreiter in Fachwerk über dem Westteil mit massiver Westwand. Die romanischen Fenster des rechteckigen Saalbaus wurden nur geringfügig verändert.

Innen ist der Raum flachgedeckt und von einer dreiseitigen Empore umgeben.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein barocker Altaraufsatz, der im runden Altarblatt die Kreuzabnahme zeigt, flankiert von Säulen und üppigen Akanthuswangen; in der Predella das Abendmahl. Als Bekrönung über dem Gesims ist ein kleines Ovalbild des triumphierenden Christus angebracht, gerahmt von reichem vegetabilischem Schnitzwerk. Seitlich der Predella sind die Wappen der Stifter und Patronatsherren Carl von Davier und Dorothea von Lattorf angeordnet.

Die barocke Kanzel besteht aus einem polygonalen Korb auf einer schlanken, gedrehten Säule, gleichgestaltet sind die Ecksäulchen am Korb, in den Feldern sind gemalt die vier Evangelisten dargestellt, am Aufgang Patronatswappen.

Die steinerne Taufe ist ein Werk aus dem Jahr 1669 und zeigt auf vierseitigem Fuß ein achtseitiges Becken mit Inschriftkartusche zwischen Pflanzenornamenten. Hinter dem Altar befindet sich die zweigeschossige Herrschaftsloge. Die Prieche an der Nordwand ist mit Gitterwerk versehen, das 1667 von Elisabeth von Davier gestiftet wurde; gegenüber befindet sich eine weitere mit Holzbaldachin aus dem Jahr 1668.

Die Orgel ist ein Werk der Firma Kapischke aus Bernburg aus dem Jahr 2015 mit fünf Registern auf einem Manual und Pedal.Information auf der Website der Kirche Rosslau

Ein Epitaph des V. von Davier († 1663) zeigt ein rundes Porträt in gemaltem Fahnenkranz; ein Grabstein des Asmus von Davier († 1561), zeigt den Verstorbenen kniend vor dem Kruzifixus. Eine Bronzeglocke ist aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erhalten; Sie trägt die Inschrift „VOX DEI PAX DOMINI“ in teilweise spiegelverkehrten Buchstaben.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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