Gabriele Anderl (* 1958 in Salzburg) ist eine österreichische Historikerin, Journalistin und Autorin.

Leben Anderl absolvierte an der Universität Wien ein Studium der Afrikanistik und Völkerkunde. Sie wurde später zur Dr. phil. promoviert.Kurzer biografischer Abriss von Gabriele Anderl auf den Seiten der Stadt Wien. Anderl lebt und arbeitet als freie Wissenschaftlerin und Journalistin in Wien.Kurzer biografischer Abriss im Lexikon Provenienzforschung. Sie forscht und publiziert zu zeitgeschichtlichen Themen, insbesondere zur nationalsozialistischen Beraubungs- und Vertreibungspolitik sowie der Exilforschung und Jüdischen Geschichte.Kurzer biografischer Abriss auf der Website des Wien-Museums.

Sie war ab 1999 Mitarbeiterin der Österreichischen Historikerkommission und gehört seit 2005 der Kommission für Provenienzforschung an. Des Weiteren ist sie Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung.

Auszeichnungen Käthe-Leichter-Preis (1994) Leon-Zelman-Preis für Dialog und Verständigung (2016) Preis der Stadt Wien für Publizistik (2020)

Schriften (Auswahl) Wiener Kunsthandel 1938–1945. Geschädigte und Profiteure, Studien Verlag, Innsbruck (Ankündigung zu Juni 2026), ISBN 978-3-7065-5223-3. gemeinsam mit Evelyn Adunka: Jüdisches Ottakring und Hernals, Mandelbaum, Wien 2020, ISBN 978-3-85476-870-8. Jüdisches Leben in Wien-Margareten, Mandelbaum, Wien 2019, ISBN 978-3-85476-852-4. »9096 Leben«. Der unbekannte Judenretter Berthold Storfer, Rotbuch-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86789-156-1 (mit einem Vorwort von Arno Lustiger). Orte der Täter. Der NS-Terror in den „arisierten“ Wiener Rothschild-Palais, AK Wien. Hrsg. Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, Wien 2005, ISBN 978-3-7063-0344-6 (= Schriftenreihe des Instituts zur Erforschung der Geschichte der Gewerkschaften und Arbeiterkammern. Nr. 15). gemeinsam mit Dirk Rupnow und unter redaktioneller Mitarbeit von Alexandra-Eileen Wenck: Die Zentralstelle für jüdische Auswanderung als Beraubungsinstitution, [Österreichische Historikerkommission], Oldenbourg, Wien und München 2004, ISBN 978-3-486-56784-7. gemeinsam mit Walter Manoschek: Gescheiterte Flucht. Der „Kladovo-Transport“ auf dem Weg nach Palästina 1939–1942, Mandelbaum, Wien 2001, ISBN 978-3-85476-045-0.

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