mini|Fifi Mukuna Fifi Mukuna (geb. 1968, Kinshasa, Zaire) ist eine Cartoonistin und Karikaturistin in der Demokratischen Republik Kongo.

Leben Fifi Mukuna wurde 1968 in Kinshasa, dem damaligen Zaire geboren. Ihr Vater war ein Diplomat. Sie besuchte die Grundschule in Belgien, wo ihr Vater zu der Zeit stationiert war, und wurde ein Fan von Suske und Wiske (Bob et Bobette), einer Comicserie von Willy Vandersteen. Sie interessierte sich fürs Zeichnen und studierte nach ihrer Rückkehr nach Zaire ab 1989 an der Académie des Beaux-Arts de Kinshasa.Christine Avignon: Portrait de Fifi Mukuna, la première femme caricaturiste du Congo. In: Africultures. cairn.info 2009-12-11.Béatrice Didier (1935-): Le dictionnaire universel des créatrices. Des femmes-A. Fouque (Fouque, Antoinette, 1936-2014, Calle-Gruber, Mireille, 1945-) Paris 2013. ISBN 978-2-7210-0651-6 oclc=1033526247

Nach ihrem Studienabschluss begann Mukuna, politische Karikaturen für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften wie Le Palmarès, Le Phare (Der Leuchtturm) und Le Grognon zu zeichnen und arbeitete eng mit bekannten kongolesischen Künstlern und Grafikdesignern zusammen. Über ihre Arbeit als Karikaturistin für Le Phare sagte sie: „Es war gefährlich, aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht“ („It was dangerous, but I enjoyed it a lot“). Einige dieser Arbeiten wurden unter einem Pseudonym veröffentlicht, und viele Leser nahmen an, sie sei ein Mann. Dies schützte sie, als die Behörden einmal in die Redaktion kamen, um die Künstler unter Druck zu setzen, nicht mehr zu zeichnen.

Sie veröffentlichte außerdem Comicstrips in der Zeitschrift der Französisch-Kongolesischen Allianz („Franco-Congolese Alliance“), einem kongolesischen gemeinnützigen Verein, der mit der Alliance Française in Paris zusammenarbeitet. Mukuna absolvierte Weiterbildungen in Workshops des Centre Wallonie-Bruxelles. 2001 trug sie zu der Sammlung von Werken afrikanischer Autoren, À l’ombre du baobab (Im Schatten des Baobab), bei, in welcher sie sich auf das Leben von Straßenkindern konzentrierte.

Aus Sorge vor zunehmenden Anfeindungen gegen ihre Karikaturen, nachdem die Regierung ihre Identität aufgedeckt hatte, verließ Mukuna 2002 ihr Heimatland und ließ sich in Frankreich nieder. Sie erhielt den Status eines politischen Flüchtlings, und ihre Kinder konnten zu ihr nach Frankreich ziehen. Ihr Ehemann, der in Kinshasa zurückgeblieben war, starb jedoch, bevor er zu nachkommen konnte.

In Frankreich Mukuna setzte Mukuna ihre Arbeit als Comiczeichnerin fort. Sie wirkte an der dritten Ausgabe von Afrobulles mit, der Publikation des gleichnamigen Kollektivs unter der Leitung der kongolesischen Comiczeichnerin Alix Fuili, sowie an drei weiteren Sammlungen: Une journée dans la vie d’un africain d’Afrique (Ein Tag im Leben eines Afrikaners aus Afrika), Là-bas… Na poto („Dort drüben…“) und New Arrivals (Neuankömmlinge). Außerdem schrieb sie für das italienische Magazin Linus, in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Christophe Ngalle Edimo, und nahm an der Ausstellung Matite africane teil. Gemeinsam mit Edimo adaptierte sie zudem eine Geschichte von Carl Norac zum Thema Wasser und Ökologie. 2005 veröffentlichte sie den Comic Si tu me suis autour du monde (Wenn du mir um die ganz Welt folgst).Saâd-Edine Fatmi: La bande dessinée africaine: de l’imitation à l’affirmation? Université de Mascara, agence universitaire de la Francophonie. Ihren ersten Solo-Comicroman, Kisi le Collier, veröffentlichte sie im Jahr 2013.

Neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Mukuna, unter anderem an der Höheren Regionalen Kunsthochschule in Tourcoing. Sie ist außerdem Kulturbotschafterin der Alliance Française und des Roten Kreuzes.

Einzelnachweise

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