rahmenlos|hochkant=0.4|rechts|Wappen derer von Schaetzel. Carl Friedrich Ludwig von Schaetzel (auch von Schätzel) (geb. August 1775 in Neisse (Schlesien); gest. im 19. Jahrhundert) war ein preußischer Landrat.

Herkunft Carl Friedrich Ludwig von Schaetzel war Angehöriger des Adelsgeschlechts Schaetzel. Sein Vater Karl Heinrich von Schaetzel († 1780) war Obristleutnant und Kommandeur der Garde du Corps.Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon, oder Genealogische und diplomatische Nachrichten. Band 4, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, [ S. 154.] Nach seinem Abschied vom Militär zog der Vater zu seinem Bruder Samuel Friedrich von Schaetzel auf dessen Gut Naulin. Seine Mutter war Johanna Carolina Hermina (1753–1804), geb. von Retzow. Sie ehelichte als Witwe den Capitän (Hauptmann) und Oberforstmeister Friedrich Gottlob von Massow.Rolf Straubel: Grundbesitz und Militärdienst. Kurzbiographien pommerscher Offiziere (1715 bis 1806). Teil 1: Biographien, 2. Auflage-Online-Ressource, Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2021/2022, S. 425.

Leben Von Schaetzel wurde zunächst auf dem Gut seines Onkels privat unterrichtet. Nach dem Tod seines Vaters gab ihn seine Mutter zur weiteren Betreuung und Erziehung in eine Berliner Pensionsanstalt. Nachdem er im Jahr 1791 in das Infanterie-Regiment von Frankenberg in Frankfurt (Oder) eingetreten war, stieg er dort bis zum Rang eines Sekondeleutnants auf. Von seinem kinderlos gebliebenen Großonkel Wilhelm Ludwig Lüder (* 1736), Oberamtmann des Amtes Carzig und Besitzer des Guts Giesenbrügge bei Soldin, wurde er als Erbe eingesetzt.Preußisch-Brandenburgische Miszellen. Jahrgang 1804, Band 2 (Drittes und Viertes Quartal), Verlag Johann Wilhelm Schmidt, Berlin 1804, S. 185 Nr. 8).

Nachdem er 1798 wurde vom Militär verabschiedet worden war, wurde er gegen Ende des Jahres 1800 von den Ständen zum Nachfolger von Wilhelm von Knobelsdorff-Brenkenhoff als Landrat des Kreises Soldin gewählt. Am 24. Januar 1801 bestand C. F. L. von Schaetzel das Große Examen. Wenige Tage später wurde er zum Landrat des Kreises Soldin bestallt.

Das Amt als Landrat übte er bis zum Februar 1806 aus, ihm im Amt folgte George August Friedrich von Sack.

Persönliches und Familie Carl Friedrich Ludwig von Schaetzel war seit dem 23. Oktober 1810 mit der Sängerin Juliane (1792–1861), geb. Schick, verheiratet. Die einzige Tochter aus dieser Ehe war die deutsche Konzert- und Opernsängerin Pauline von Schätzel (1811–1882).BBAW.de (Hrsg.): Acta Borussica. Pauline Decker (4. März 1841)., In: Praktiken der Monarchie. Digitale Editionen des BBAW-Zentrums „Preußen–Berlin“. Stand 13. März 2026. Die beiden Söhne waren der Generalmajor Heinrich Ernst Ludwig Hermann von Schaetzel (1814–1892) und Karl Hugo Ernst (* 1816).

Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 848–849.

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Einzelnachweise

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