mini|hochkant|Wappen der Schule im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schule ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht stammt aus dem Münsterland, wo es über mehrere Generationen Burgmänner auf Haus Dülmen im heutigen Hausdülmen, Ortsteil von Dülmen im Kreis Coesfeld, stellte.Spießen (1901–1903), S. 115.
1395 erscheint ein Otto Schule, der von seinem Vetter Herbord Mallinkrodt beerbt wurde. 1401/2 trat ein Ghert Schule als Urkundenzeuge auf.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 137u / Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Dülmen / Urkunden, Nr. 3, abgerufen am 31. Januar 2026. Johann Schule war 1422 Burgmann zu Dülmen und verkaufte dem Martinistift zu Münster eine Rente aus dem Königsgut zu Gladbeck im Kirchspiel Dodorpe.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 226u / Kollegiatstift St. Martini, Münster / Urkunden, Nr. 176, abgerufen am 31. Januar 2026. 1438 war wohl derselbe Johann Schule bischöflicher Gograf zu Dülmen in der Greenkulen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 195u / Gesamtarchiv von Romberg, Haus Buldern / Urkunden, Nr. 24, abgerufen am 31. Januar 2026. Gese Schulen war im selben Jahr Priorin des Stifts Nottuln.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 232u / Stift Nottuln / Urkunden, Nr. 132, abgerufen am 31. Januar 2026.
1466 verkaufte Otto Schule aus dem Veporteren-houe, gelegen in Berchalteren, neun Scheffel Roggen und zwei Schillinge; eine halbe Mark aus Alekens-houe zu Lavesum (Lavsen), drei Schillinge aus dem Molen-houe und drei Schillinge aus Werners-houe von Holtwick (van Holtwiick) an Johan van Besten und seine Gattin Belen als Rente. Derselbe Otto Schule trat 1473 und 1476 als Dülmener Burgmann auf.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 137u / Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Dülmen / Urkunden, Nr. 12, Nr. 14, abgerufen am 31. Januar 2026.Stadtarchiv Coesfeld, A 01.01.03 / Urkunden - Dritte Abteilung, Nr. 38, abgerufen am 31. Januar 2026. Danach erscheinen 1474 Otto Schule und seine Frau Bela sowie Otto Schule weitere Male 1481, 1484 und 1486.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, V 505u / Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Familie Mensing / Urkunden, Nr. 37, abgerufen am 31. Januar 2026.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Tat.Uk / Urkunden, Nr. Tat.Uk - 321, abgerufen am 31. Januar 2026. Torsien von Schule war in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts mit Johann von Besten zu Sythen verheiratet.Haus Sythen auf GenWiki, abgerufen am 31. Januar 2026. Alert von Schule wird 1487 erwähnt.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Lob.Hor.Uk / Horstmar, Urkunden, Nr. Lob.Hor.Uk - 81, abgerufen am 31. Januar 2026. Johann Schule erscheint 1516 als Mitglied der dedingslude in einer Urkunde des münsterschen Richters zu Haltern.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, V 505u / Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Familie Mensing / Urkunden, Nr. 62, abgerufen am 31. Januar 2026. Die Ehefrau des Johann Schule war Gerdruith Kerckerinck. Sie erscheint 1535 als Witwe und 1552 zusammen mit ihrem Sohn Dr. Johann Schule.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 101u / Domkapitel Münster / Urkunden, Nr. 0 - I R 294, abgerufen am 31. Januar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, V 505u / Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Familie Mensing / Urkunden, Nr. 105, abgerufen am 31. Januar 2026. 1599 war Georg Schule Bürgermeister zu Kamen. Bella/Bele Schule war um 1600 mit Hermann von Bischopinck zu Handorf/Telgte und Getter verheiratet. Ihre Mutter war eine Vaget.Fahne (1858), S. 360.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 195u / Gesamtarchiv von Romberg, Haus Buldern / Urkunden, Nr. 395, abgerufen am 31. Januar 2026.
Anton Fahne berichtet ferner folgende, um weitere Informationen ergänzte Stammfolge:
Laut Max von Spießen erlosch die Familie um 1600.
Wappen Blasonierung des vermutlich Redenden Wappens: In Rot ein schrägrechts gestellter silberner Fisch (Scholle?). Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein silberner nach rechts herüber gebogener Fischschwanz.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 360 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 115 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 289 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht