Das Bergwerksunglück von Rubaya war ein durch einen Erdrutsch bedingter Einsturz an einer Coltanmine des Rubaya-Tagebaus im Territorium Masisi in der Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo am 28. Januar 2026, bei dem mehr als 200 Menschen starben. Ein Berater des von Rebellen eingesetzten Gouverneurs sprach von mindestens 227 Toten.
Hergang Ausgelöst wurde der Einsturz durch anhaltende Regenfälle, als eine Hügelflanke nachgab. Die Unglücksstelle befindet sich bei Rubaya in Nord-Kivu, rund 50 Kilometer von Goma entfernt. Das Gelände soll schlecht gewartet gewesen sein, was Unfälle wahrscheinlicher machte und Rettungen erschwerte. Die Förderung erfolgt überwiegend in Handarbeit; die Sicherheitsbedingungen gelten als prekär.
Opfer Unter den Opfern befanden sich zahlreiche handwerkliche Bergleute, die nicht für ein Bergbauunternehmen tätig waren, darunter auch Frauen und Kinder. Etwa 20 Überlebende wurden in Gesundheitseinrichtungen behandelt. Verletzte wurden aus Rubaya zur weiteren Versorgung in die größere Stadt Goma verlegt. Zwei Tage nach dem Ereignis blieb der Stand der Bergungsarbeiten unklar, verschiedene Stellen nannten abweichende Opferzahlen.
Hintergrund
mini|Coltanmine in Rubaya (2014) Rubaya gilt als eines der weltweit bedeutenden Coltanreviere; Schätzungen zufolge entfallen etwa 15 % der weltweiten Vorräte auf die dortigen Lagerstätten. Das Erz enthält Tantal, das beispielsweise für Kondensatoren in Smartphones, Computern und anderen Geräten benötigt wird. Seit 2024 steht das Gebiet unter Kontrolle der Rebellenbewegung M23. M23 wird die Nutzung der Einnahmen aus dem Bergbau über Abgaben und Schmuggel für eigene Zwecke vorgeworfen.
Reaktionen Der von den Rebellen eingesetzte Gouverneur Erasto Bahati Musanga besuchte am 30. Januar 2026 Überlebende des Unglücks. Die Behörden setzten den handwerklichen Bergbau vorläufig aus und kündigten Umsiedlungen von in Gefahrenzonen lebenden Menschen an. Menschenrechtsgruppen verwiesen im Zuge des Unglücks auf die strukturell unsicheren Bedingungen an der Stätte.
Einzelnachweise
Kategorie:Katastrophe 2026 Kategorie:Nord-Kivu Kategorie:Grubenunfall Kategorie:Ereignis in der Demokratischen Republik Kongo Kategorie:Geschichte (Demokratische Republik Kongo)