Johann Friedrich Freiherr von und zu Mansbach (* 26. Oktober 1744 auf Mansbach, Landgrafschaft Hessen-Kassel; † 15. März 1803 auf der Festung Fredriksten, Norwegen) war ein dänisch-norwegischer Offizier, zuletzt im Range eines Generalleutnants.
Biographie Herkunft und frühe Laufbahn Mansbach entstammte dem alten deutschen Adelsgeschlecht derer von Mansbach. Er war der Sohn des hessischen Obersten Friedrich Wilhelm von und zu Mansbach (1711–1784) und dessen Ehefrau Sophie von Bernstein. Bevor er in nordische Dienste trat, diente er als Offizier in der Armee von Hessen-Kassel.
Im Jahr 1772 trat er als Oberstleutnant in die dänische Armee ein und wurde im Infanterie-Leibregiment der Königin (: Dronningens Livregiment) eingesetzt. 1774 wurde er zum Kammerherrn ernannt und 1776 als dänischer Freiherr nobilitiert und gehörte somit dem dänischen Adel an.
Dienst in Norwegen und Feldzüge Ab den 1780er Jahren verlagerte sich sein Dienstschwerpunkt nach Norwegen. 1783 wurde er Oberst und Chef des 2. Vesterlenske Nationale Infanteriregiment ( etwa: Westländisches National-Infanterieregiment). Es folgten Kommandos über das 2. Smålenske Nationale Infanteriregiment (1785) und das Sønderfjeldske Gevorbne Infanterieregiment (1787).
1788 wurde er zum Generalmajor befördert und führte während des sogenannten „Preiselbeerkrieges“ (dem dänischen Einfall in Schweden zur Unterstützung Russlands) eine Feldbrigade. Während des Waffenstillstandes befehligte er die dänischen Truppen in Dalsland und den besetzten Teilen von Värmland.
1790 wurde er Oberbefehlshaber der Sønderfjelds in Norwegen, im selben Jahr Kommandant in Frederiksten, 1791 Ritter des Dannebrogordens und 1802 Generalleutnant (mit Dienstalter seit 1789).
Während des Waffenstillstands gegen England 1801 befehligte er die Truppen, die die Küsten der Grafschaften Jarlsberg und Laurvig sichern sollten. Er diente als Regimentskommandeur, Kommandeur und Oberbefehlshaber bis zu seinem Tod am 15. März 1803 in Frederiksten.
1790 erreichte Mansbach den Höhepunkt seiner Karriere, als er zum kommandierenden General südlich des Dovrefjell (søndenfjelds) in Norwegen ernannt wurde. Zeitgleich übernahm er das wichtige Amt des Kommandanten der Festung Fredriksten in Halden, einer strategischen Schlüsselposition an der Grenze zu Schweden.
Im Jahr 1791 wurde er zum Ritter des Dannebrogordens geschlagen. Während der dänischen Rüstungsanstrengungen gegen England, während der Zeit der dänischen sog. bewaffneten Neutralität in den Koalitionskriegen 1801, befehligte er die Truppen zum Küstenschutz der Grafschaften Jarlsberg und Laurvig. 1802 wurde er zum Generalleutnant befördert. Er blieb bis zu seinem Tod 1803 in seinen Ämtern als Regimentschef, Festungskommandant und kommandierender General.
Familie Mansbach war mit Isabella von Oldenburg (1769–1855) verheiratet, der Tochter des Generalmajors Adam Christopher Oldenburg (1736–1803). Sein Sohn Carl von und zu Mansbach (1790–1867) setzte die militärische und diplomatische Tradition fort und wurde norwegisch-schwedischer Gesandter in verschiedenen europäischen Hauptstädten.
Johann Friedrich von und zu Mansbach wurde in Halden beigesetzt; sein Grabmal wurde von dem Bildhauer Charles Stanley geschaffen.
Literatur
Bernt Moe: Tidsskrift for den norske Personalhistorie. Carl Johan Anker: Biografiske data om 330 norske, norskfødte eller for nogen tid i den norske armé ansatte generalspersoner, 1628-1885, 1885.
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