Der Mühlbach ist ein fast 8,7 Kilometer langer Bach im Bezirk Graz-Umgebung in der Weststeiermark. Er entspringt am Südhang des Mühlbacher Kogels. Der Oberlauf des Mühlbachs durchfließt den Mühlbachgraben, der sich später zum Reiner Becken hin öffnet. Er mündet im Westen von Gratwein von links kommend in den Schirningbach.

Verlauf Der Mühlbach entspringt in einem Waldgebiet am südlichen Hang des Mühlbacher Kogels, etwa 300 Meter südwestlich der Mühlbacher Hütte auf etwa Er fließt anfangs nach Südsüdosten, schwenkt aber nach rund 1,3 Kilometer auf einen Südkurs. Auf diesem Kurs bleibt er, bis er kurz vor der Einmündung des Ulrichsbach nach Südosten schwenkt. Nach rund 2 Kilometern erreicht er nördlich des Stifts Rein das Reiner Becken und ändert seinen Kurs nach Ostnordost. Von seiner Quelle bis zum Stift Rein fließt der Mühlbach durch den Mühlbachgraben, der im Norden vom Mühlbacher Kogel, im Westen und Süden vom Heiggerkogel, dem Mitterkogel und dem Ulrichsberg und im Osten vom Hochstein flankiert wird.

Nach dem Erreichen des Reiner Beckens fließt der Mühlbach an der Rotte Rein und der Streusiedlung Hörgas vorbei. Nach der Einmündung des Hörgasbachs südlich von Hörgas ändert der Mühlbach erneut seinen Kurs, diesmal nach Südosten. Auf diesem Kurs bleibt er bis zum Landesgut Hörgas, wo er nach Süden schwenkt. Nordöstlich der Reinersiedlung lenkt der Mühlbach auf einen Südostkurs, wobei er hier durch eine Engstelle fließt, die durch das Geimskögerl oder Schneiderkogel im Norden und den Reiner Kalvarienberg im Süden gebildet wird. Der Mühlbach verlässt dabei das Reiner Becken und erreicht das Gratkorner Becken. Auf den Südostkurs bleibt er bis zu seiner Mündung. So durchfließt er den westlichen Teil des Marktortes Gratwein, bevor er in den Schirningbach mündet.

Der Oberlauf des Mühlbachs von kurz nach seiner Quelle bis etwa einen halben Kilometer nach der Mündung des Ulrichsbachs markiert die Grenze zwischen den beiden Katastralgemeinden Kehr und Plesch im Westen und Hörgas im Osten. Der Unterlauf bis kurz vor der Mündung des Mühlbachs wiederum markiert in etwa den Grenzverlauf zwischen den Katastralgemeinden Hörgas im Norden und Eisbach im Süden.

Geschichte Der Mühlbach war für die Mönche des 1129 gegründeten Stifts Rein von besonderer Bedeutung. Da die Mühle und die Fischteiche sowie das Kloster selbst über den Kehrer Bach nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden konnten, wurde vermutlich von 1147 bis 1211 ein rund 110 Meter langer Stollen durch den Ulrichsberg gegraben. Dieser Graben verband den Mühlbach mit dem Kehrer Bach. Ein Teichmönch leitete dabei das Wasser des Mühlbachs über einen künstlich angelegten Graben zum Stollen. Dieser Graben verlief parallel zum Berghang und ist bis heute im Gelände zu erkennen. Auch der Stollen ist noch erhalten. Nach dem Verlassen des Stollens wurde das Wasser aufgeteilt. Ein Teil verlief talabwärts direkt in Richtung des Stiftes. Ein anderer Teil floss mit geringem Gefälle entlang des Hangs talaufwärts, ehe es vermutlich über eine Rinne den Kehrer Bach überquerte und erst dann talauswärts in Richtung Stiftsmühle geleitet wurde. Der Wassergraben hatte eine Länge von etwa 1,5 Kilometern.

Nebenflüsse

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Einzelnachweise

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