mini|Das Kornmessersche Waisenhaus in Lichterfelde um 1900 mini|Die Kornmesserstraße erinnert noch heute an das ehemalige Waisenhaus

Das Kornmessersche Waisenhaus entstand im Jahr 1719 nach dem Tod von Maria de Pedy, der zweiten Ehefrau von Joachim Friedrich Kornmesser, der bis zu seinem Tod 1715, regierender Bürgermeister von Berlin war. Das Vermögen der Familie ging an die Bürgermeister Kornmesser-Stiftung und wurde dann zum Bau und Betrieb des Kornmesserschen Waisenhaus genutzt.Johann Christian Gädicke: Kornmessersches Waisenhaus in: Lexicon von Berlin, Selbstverlag Gebrüder Gädicke, Berlin 1806, S. 330. Es befand sich zuerst in der Klosterstraße, ab 1838 am Georgenkirchplatz.

Die Verantwortlichen der Stiftung beschlossen im Jahr 1897, das Waisenhaus aus der Innenstadt nach Groß-Lichterfelde zu verlegen. Das neue große Waisenhaus wurde von Hans Altmann entworfen und am Teltower Weg 7–10 (heute: Goerzallee) unweit des bekannten Ausflugslokals Wiesenbaude gebaut. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nach dem Krieg abgerissen.Hans Altmann – der vergessene Architekt auf joachimwerner.info, abgerufen am 1. Januar 2023. Noch heute erinnert die Kornmesserstraße an das Waisenhaus.

Einzelnachweise

Kategorie:Waisenhaus in Berlin