Leja Rafissowna Garifullina (, FIDE-Schreibweise Leya Garifullina; * 5. November 2004) ist eine russische Schachspielerin, die seit 2023 unter der neutralen Flagge der FIDE antritt. Seit 2022 trägt sie den Titel Internationaler Meister im Schach.

Karriere Nachdem Garifullina 2015 den Titel Meisterkandidat der Frauen erreichte, meisterte sie ihren nächsten Karriereschritt mit dem Sieg der U16-Sektion der Jugendweltmeisterschaften in Mumbai im Oktober 2019. Durch den Turniersieg qualifizierte sie sich zudem auf direktem Wege für den Titel Internationaler Meister der Frauen. Nur wenig später erzielte sie im Dezember 2019 bei einem Turnier in Tscheljabinsk die dritte Turniernorm für den Titel Großmeister der Frauen, welcher ihr Anfang 2020 von der FIDE verliehen wurde. Ihre erste Normleistung erbrachte sie zuvor im April 2019 bei der Europameisterschaft der Frauen in Antalya.

Durch die Nominierung des russischen Schachverbandes trat Garifullina im Juli 2021 beim Schach-Weltpokal der Frauen an. Nach einem 2:0-Sieg in der ersten Runde setzte sie sich unerwartet in der zweiten Runde auch gegen Olga Girja mit 1½:½ durch. Erst in der dritten Runde schied sie gegen Polina Schuwalowa aus. Bei der Europameisterschaft der Frauen im August 2021 blieb sie in elf Partien ungeschlagen und wurde mit 7,5 Punkten Zehntplatzierte. Im September 2021 war sie anschließend Teil der russischen Mannschaft bei der Online-Schacholympiade 2021, die das Turnier für sich entschied. Garifullina absolvierte in der Gruppenphase fünf Partien, die sie alle gewann. Im Halbfinale gegen China und im Finale gegen die Vereinigten Staaten wurde sie jeweils für eine Partie eingesetzt.

Die erste Norm für den Titel Internationaler Meister erhielt Garifullina schon im Dezember 2020 durch die russische Schachmeisterschaft der Frauen in Moskau, bei der sie Sechste wurde. Nach einem Normturnier in Tscheljabinsk im März 2021 vollendete sie die Normvoraussetzungen beim FIDE Grand Swiss der Frauen 2021 in Riga. Die Elo-Zahl von 2400 hatte sie im Mai 2021 bereits knapp überschritten, somit konnte die FIDE ihr den Titel Anfang 2022 offiziell anerkennen.

Am 17. Januar 2023 wechselte Garifullina offiziell aus dem russischen Schachverband zur neutralen FIDE-Flagge. Bei der in Montenegro ausgetragenen Schach-Europameisterschaft der Frauen 2023 platzierte sie sich auf dem achten Rang. Im Oktober 2025 wurde sie Zweite bei der russischen Schachmeisterschaft der Frauen. Garifullina war als Topfavoritin in das Turnier gestartet, verlor jedoch in zwei Partien gegen Olga Girja und die Turniersiegerin Anna Schuchman. Als eine von sechs Spielerinnen des Team FIDE – alle spielten zuvor für Russland – gewann sie im November 2025 die Mannschaftsweltmeisterschaft der Frauen.

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