mini|hochkant|Wappen derer von Schommartz im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schommartz (auch Schommarz, Schommart o. ä.) ist der Name eines rheinländisches Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht stammt aus Dülken, heute ein Stadtteil von Viersen im Kreis Viersen. Es war ursprünglich wohl bürgerlich und wurde später nobilitiert.Schleicher (1997), S. 278. Rutger Schomart von Dülken empfing 1434 einen Hof zu Ophoven zu Lehn, den zuvor Johann Gottschalks Sohn hatte. 1450 kauften Rutger Schommairt van Dulken und seine Hausfrau eine Kornrente, womit sie 1459 belehnt wurden. Derselbe Rutger erscheint auch 1461 noch einmal. 1481 bekam Gordt Schommartz von Daem Spee eine Hälfte des Hofs zu Ophoven als Lehn aufgetragen. Die andere Hälfte besaß er schon. 1521 erstellte Zander Schommart, Küchenschreiber, ein Lehnrevers über umfangreiche Ländereien in der Burggrafschaft Düsseldorf. Franz Schommartz war 1625–1631 Prior des Klosters Frauweiler. Margarethe von Schommartz († 1673) war Priorin des Klosters Blatzheim.Schleicher (1997), S. 282. Johann Heinrich von Schommartz war ab 1641 Kanoniker und 1648–1683 Dechant im Stift Meschede.
Eine Familienlinie besaß das Lehen Ratheim-Krickelberg, heute ein Ortsteil von Hückelhoven im Kreis Heinsberg:Schleicher (1997), S. 280–281.
Eine zweite Familienlinie saß zu Oberlieck, heute ein Stadtteil von Heinsberg:Schleicher (1997), S. 283.
Eine weitere Familienlinie saß zu Güdderath bei Odenkirchen, heute ein Stadtteil von Mönchengladbach:Schleicher (1997), S. 279 ff.
Wappen Blasonierung des Stammwappens In Gold zwei rote Doppelhaken (Wolfsangeln?) ins Andreaskreuz gestellt, überhöht von einer roten Rose. Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Helmdecken eine rote Rose.
Blasonierung des späteren vermehrten Wappens Geviert, in der Mitte mit einem schwarzen Balken überzogen. Felder 1 und 4 (vgl. Stammwappen) in Silber ein schwarzes Andreaskreuz, an den Enden mit einer schwarzen Wolfsangel versehen; Felder 2 und 3 (wegen Oberlieck) in Blau ein schreitender goldener Flügellöwe. Auf dem gekrönten Helm mit rechts schwarz-silbernen, links blau-goldenen Decken der Löwe gekrönt wachsend.Spießen (1901–1903), S. 115.
Literatur Herbert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine heraldisch-genealogische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 14 (Mappe 1071–1150; Schellart von Dudeldorf–Spatgen) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Nr. 93), Köln 1997, S. 278–286. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 115 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 287 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Stammliste