mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet des Borneo-Zwergflughundes Der Borneo-Zwergflughund (Aethalops aequalis) ist ein auf Borneo endemisches Fledertier in der Familie der Flughunde. Die Population wurde noch bis in die 1990er Jahre in den Gewöhnlichen Zwergflughund (Aethalops alecto) als Unterart eingeordnet. Zusammen sind sie die einzigen Vertreter ihrer Gattung. Das Typusexemplar wurde am Berg Kinabalu auf etwa 1650 Meter Höhe gefunden.

Merkmale Genau wie der andere Gattungsvertreter ist die schwanzlose Art mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 55 bis 70 mm, mit 40 bis 48 mm langen Unterarmen und mit einem Gewicht von 14 bis 18 g ein sehr kleiner Flughund. Die Hinterfüße sind 7 bis 10,5 mm lang und die Länge der Ohren beträgt 9 bis 12 mm. Typisch ist eine fast nackte längliche Schnauze mit schwarzer Haut. Sie enthält kurze rohrförmige Nasenöffnungen, die nach außen stehen, und etwa dreieckige Wülste auf der Unterlippe. Das kurze Fell am übrigen Kopf ist schwarzbraun mit rötlichen Tönen. Die abgerundeten Ohren haben helle Kanten und eine schwarze Mitte. Das restliche Fell der Oberseite ist ebenfalls schwarzbraun und wolliger. An den Seiten wird es mehr braun. An den Schultern befinden sich Drüsen, um die gelbbraunes Fell vorkommt. Der Borneo-Zwergflughund hat kurzes graues Fell auf der Kehle, das ab der Brust länger wird, mit gelben Spitzen an den Haaren. Es sind schwärzliche Flughäute vorhanden, wobei die Schwanzflughaut sehr schmal ist. Die Zahnformel lautet I 2/1, C 1/1, P 3/3, M 1/2, was 28 Zähne im Gebiss ergibt. Der diploide Chromosomensatz hat 32 Chromosomen (2n=32).

Verbreitung und Lebensweise Der Flughund lebt im nordöstlichen Bereich der Insel in den Bundesstaaten Sabah und Sarawak von Malaysia, in Brunei sowie in der Provinz Kalimantan Utara von Indonesien. Dort hält er sich auch im Nationalpark Kayan Mentarang auf. Die Art bewohnt meist Gebirge zwischen 1000 und 2700 Meter Höhe und erreicht gelegentlich Hügelland von 550 Meter Höhe. Als Habitat dienen feuchte Bergwälder. Das Tier wurde häufig an Waldschneisen und -kanten, aber auch an wilden Bananenstauden, mit zur Untersuchung aufgestellten Japannetzen gefangen.

Bisher wurden nur einzelne Exemplare oder kleine Gruppen registriert. Die Nahrung besteht aus unterschiedlichen Früchten, die mit Bananenblüten und ähnlichen Blüten komplettiert werden. Trächtige Weibchen sind aus dem Zeitraum September bis November bekannt. Im April hatten Jungtiere Knorpel an den Flügelansätzen, die zum Fliegen notwendig sind.

Gefährdung Regional nimmt die Population aufgrund von Waldrodungen ab. Da die Art weiterhin als gewöhnlich vorkommend eingeschätzt wird, wird sie von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) gelistet.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Flughunde Kategorie:Endemisches Tier Borneos