George August Friedrich von Sack (* 1770 in Vietnitz (Kreis Königsberg Nm.); † 17. Dezember 1849Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): NadA-L. Band 8, Leipzig 1868, S. 8. (Digitalisat) in Soldin) war ein preußischer Leutnant, Landrat und Präsident der Generalkommission zur Regulierung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse für die Neumark.
Herkunft George August Friedrich von Sack war ein Sohn von George Friedrich von Sack (* 1724; † um 1783), Erbherr auf Vietnitz, sowie Anteilen von Blessin und Reetz im Wert von 95.000 Talern, worauf jedoch Schulden in Höhe von 70.000 Talern lasteten. Seine Mutter war Dorothea Elisabeth (* um 1741; † 1811), Tochter des preußischen Generalleutnants Johann Friedrich von Katte (1698–1764). Sein jüngerer Bruder war der preußische Generalleutnant Christoph August Gustav Wilhelm von Sack (1773–1844).
Leben Nach einer anfänglichen Erziehung im Elternhaus besuchte von Sack eine Schule in Königsberg in der Neumark, von wo er nach dem Tod seines Vaters in das Kadettenhaus nach Berlin wechselte. 1787 wurde er königlicher Eleve an der Preußischen Kriegsakademie (École militaire). 1792 trat er in die preußische Armee ein und wurde Fähnrich im Infanterie-Regiment Prinz Heinrich. Nach einer Campagne an den Rhein stellte sich heraus, dass die körperlichen Anforderungen für ihn in der Armee größer als erwartet waren. Später im Jahr 1800 wurde er im Rang eines Leutnants vom Militärdienst verabschiedet. Im Anschluss wandte er sich der Landwirtschaft zu.
Im Frühjahr 1806 wurde er von den Ständen zum Landrat des Kreises Soldin gewählt. Dort wurde er Nachfolger von Carl Friedrich Ludwig von Schaetzel, der im Februar des Jahres seinen Abschied genommen hatte. Am 7. März 1806 wurde sein Großes Examen vom Generaldirektorium angewiesen, welches er erfolgreich am 31. Mai 1806 ablegte. Kurz darauf am 1. Juli des Jahres erfolgte die Bestallung zum Landrat des Kreises Soldin. Am 3. November 1811 wurde von Sack ferner zum Generalkommissar für die Neumark ernannt.Frank Reichert: Die Gründung der Königlichen Generalkommission der Provinz Sachsen zu Stendal vor 200 Jahren. Dessau-Roßlau 2022, S. 5. (PDF-Digitalisat.) Zugunsten dieser Position zog sich von Sack 1817 vom Amt des Landrats zurück. Nachfolger wurde Henning August von Bredow.
Mit der per Verordnung vom 27. Juni 1840 erfolgten Auflösung der Soldiner Generalkommission schied von Sack als deren Präsident und Generalkommissar aus. Die Leitung der nunmehr mit den Aufgaben der Generalkommission betrauten landwirtschaftlichen Abteilung V der Regierung zu Frankfurt (Oder) übernahm Wilhelm Adolf Lette, der zuvor von 1825 bis 1834 unter von Sacks Leitung als Obergerichtsassessor bei der Generalkommission in Soldin angestellt war. Als Lette dann schon 1843 ins Ministerium des Innern berufen wurde, folgte ihm von Sacks Schwiegersohn Carl Wilhelm August Roestel (* 11. Mai 1791 in Alt-Rüdnitz; † 12. Januar 1869)Nachtrag und Ergänzungen zu den Verzeichnissen der Lehrer und der Abiturienten des Joachimsthalschen Gymnasiums. Halle 1907, S. 24, Nr. 8. (Digitalisat), verheiratet mit Mathilde Wilhelmine von Sack (* 1801), im Amt.
Persönliches und Familie Von Sack war Besitzer des Ritterguts Grüneberg. Seit Dezember 1799 war er Freimaurer.
Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 838. (GB-Teil-Digitalisat)
Einzelnachweise
Kategorie:Landrat (Kreis Soldin) Kategorie:Adliger Kategorie:Leutnant (Preußen) Kategorie:Freimaurer (Deutschland) Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1770 Kategorie:Gestorben 1849 Kategorie:Mann