mini|hochkant|Andrés Arauz (2021) Andrés Arauz Galarza (* 6. Februar 1985) ist ein ecuadorianischer Politiker und Entwicklungsökonom, der seit 2023 als Generalsekretär der Bürgerrevolutionären Bewegung (RC) tätig ist. Er war von 2015 bis 2017 Minister für Wissen und Humankapital unter Rafael Correa und später von 2020 bis 2021 Präsident der RC.

Arauz war bei den Präsidentschaftswahlen 2021 als linksgerichteter Kandidat für das Amt des Präsidenten von Ecuador angetreten. Nachdem er im ersten Wahlgang 31,5 Prozent mit Abstand als stärkster Kandidat hervorging, verlor er die Stichwahl knapp gegen den konservativen Bankier Guillermo Lasso knapp. Bei den Wahlen 2023 kandidierte er erneut als Vizepräsident an der Seite von Luisa González, wurde jedoch erneut geschlagen.

Werdegang Andrés Arauz beendete 2010 sein Studium der Entwicklungsökonomie an der Lateinamerikanische Fakultät für Sozialwissenschaften. Seine berufliche Karriere begann als Beamter im Jahr 2009 bei der Zentralbank von Ecuador. Von 2011 bis 2013 war er Generaldirektor für Bankwesen bei der Zentralbank. Später wurde er zum stellvertretenden Minister für Planung und Generaldirektor für nationales Beschaffungswesen ernannt. In der progressiven Regierung von Rafael Correa wurde er selbst im März 2015 zum Minister für Wissen und Humankapital berufen. In dieser Position leitete er die Koordination und Überwachung der Umsetzung der Politik, Programme und mehrere Projekte der Ministerien für Bildung, Kultur, Hochschulwesen, Wissenschaft und Technologie. Zu den Ergebnissen dieser Projekte gehörten eine verbesserte technologische Unabhängigkeit des Landes, die Nutzung freier Software und die Entwicklung freien Wissens.

Aufgrund des Rücktritts von Raúl Vallejo leitete er auch für kurze Zeit interimistisch das Kulturministerium.

Als Lenín Moreno 2017 Präsident wurde, wandte sich Arauz einer akademischen Laufbahn zu und war Mitbegründer des Observatorio de la Dolarización (Beobachtungsstelle für Dollarisierung), die sich der Verbreitung von Aufsätzen und Untersuchungen zum Thema Dollarisierung verschiedener Volkswirtschaften und deren Auswirkungen widmet. Außerdem begann er ein Doktoratsstudium in Finanzwirtschaft an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko und ist Mitglied des Exekutivrats von Progressive International.

Politische Kandidaturen

Präsidentschaftskandidatur 2021 Verbündete des ehemaligen Präsidenten Rafael Correa wurden daran gehindert, eine neue politische Partei zu registrieren, nachdem Moreno Präsident geworden war. Infolgedessen wurde ein politisches Mitte-Links-Bündnis namens Unión por la Esperanza (UNES) gegründet, zu der die politischen Organisationen Bürgerrevolutionäre Bewegung und Demokratische Zentrumsbewegung angehören.

Am 18. August 2020 gab die UNES Arauz als ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 7. Februar 2021 in Ecuador bekannt. Ursprünglich hätte der ehemalige Präsident Rafael Correa als Vizepräsidentschaftskandidat fungieren sollen. Am 16. September 2020 wurde jedoch bekannt gegeben, dass der Kommunikator Carlos Rabascall Arauz' Vizepräsidentschaftskandidat wird, da die achtjährige Haftstrafe wegen Bestechung gegen Rafael Correa bestätigt worden war.

Am 8. November 2020 reiste Arauz im Wahlkampf nach La Paz, um an der Vereidigungszeremonie und Amtseinführung des neuen Präsidenten Boliviens, Luis Arce Catacora, teilzunehmen. Wenige Tage später nahm Arauz auch an einer Willkommenszeremonie teil, um den ehemaligen Präsidenten Evo Morales willkommen zu heißen, der zu dieser Zeit aus seinem Exil in Argentinien nach Bolivien zurückkehrte. Arauz äußerte den Wunsch, dass auch der ehemalige Präsident Correa nach Ecuador zurückkehren solle, wie Morales es auch nach Bolivien getan hatte.

Obwohl Arauz die erste Runde der Präsidentschaftswahlen mit fast 33 % der Stimmen gewann, verlor er die Stichwahl am 11. April gegen den Bankier Guillermo Lasso, der 52 Prozent hinter sich vereinen konnte.

Kandidatur als Vizepräsident 2023 Arauz kandidierte bei den Wahlen 2023 für das Amt des Vizepräsidenten von Ecuador, war jedoch in der Bewegung als Kandidat an der Seite von Luisa González nicht erfolgreich. Zuvor hatte er eine weitere Präsidentschaftskandidatur ausgeschlossen.

Nach der Wahl wurde Luisa González am 18. November 2023 zur Präsidentin der Bürgerrevolutionären Bewegung gewählt und trat damit die Nachfolge von Francisco Hidalgo an. Arauz wurde kurz darauf zum Generalsekretär der Partei ernannt.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Absolvent der University of Michigan Kategorie:Person (Quito) Kategorie:Minister (Ecuador) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Ecuadorianer Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Mann