Schönblick ist ein Wohnplatz der Stadt Trebbin im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.Trebbin, Dienstleistungsportal des Landes Brandenburg, abgerufen am 1. Januar 2026.
Geografische Lage Der Wohnplatz liegt südwestlich der Kernstadt unmittelbar an der Bundesstraße 246, die in diesem Bereich in West-Ost-Richtung verläuft. Westlich liegt der weitere Trebbiner Ortsteil Stangenhagen, östlich der Ortsteil Schönhagen. Während der südliche Teil von Waldflächen geprägt ist, wird der nördliche Teil überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Die höchste Erhebung bildet der Lankenberg mit einer Höhe von . Nördlich von Schönblick erstreckt sich der Blankensee. Zwischen Schönblick und Schönhagen entwässert der Schönhagener Binnengraben in den Blankensee.
Geschichte Die Geschichte von Schönblick ist eng mit der Guts- und Siedlungsgeschichte Schönhagens und dem Landhaus Villa Schönblick verbunden. Im Jahr 1842 entstand auf der Gemarkung eine Ziegelei, die zum Gut Stangenhagen gehörte. Das zugehörige Vorwerk bestand im Jahr 1858 aus drei Wohn- und sieben Wirtschaftsgebäuden. Auf einer Fläche von 170 Morgen (Mg) lebten zu diesem Zeitpunkt 50 Einwohner. Die Bevölkerungszahl stieg bis 1871 auf 64 Personen, ging jedoch infolge des Niedergangs der gewerblichen Nutzung deutlich zurück und sank bis 1885 auf lediglich 19 Einwohner. Im Jahr 1895 lebten nur noch 23 Personen in zwei Wohnhäusern. Die starke Abnahme der Bevölkerung zwischen 1871 und 1885 ist vermutlich auf den Niedergang der Ziegelei und die Reduzierung des Vorwerksbetriebs zurückzuführen.
1905 wurde der Wohnplatz gemeinsam mit dem benachbarten Schloss Schönblick statistisch erfasst; an beiden Orten lebten zu diesem Zeitpunkt lediglich jeweils vier Personen. Erst 1925 stieg die Einwohnerzahl wieder auf 51 Personen an. Zwei Jahre später bestanden in Schönblick ein Forsthaus sowie das Vorwerk. Mit der Verwaltungsreform wurde Schönblick 1928 mit der Gemeinde Schönhagen vereinigt und war dort 1931 als Wohnplatz ausgewiesen. Kirchlich gehörten die Bewohner zu allen Zeiten zur Kirchengemeinde Stangenhagen.
In den frühen 1900er‑Jahren entstand das Landhaus Villa Schönblick, ein neobarockes Herrenhaus, das seinen Namen aus dem Wohnplatz übernahm. Bauherr war der Verleger Rudolf Mosse, der das Gut Schönhagen Ende des 19. Jahrhunderts erworben hatte. Nach 1945 wurde das Gebäude unter anderem als Kindergarten sowie für öffentliche und soziale Zwecke genutzt.
Mit der Gemeindeneugliederung 2003 wurde Schönhagen als Ortsteil in die Stadt Trebbin eingemeindet. Schönblick blieb als Wohnplatz erhalten und wird seither amtlich als Bestandteil der Stadt Trebbin geführt.
Weblinks
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 427.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Ersterwähnung 1842 Kategorie:Gemeindeauflösung 2003 Kategorie:Trebbin