Das Wohnhaus Großbeerenstraße 28 in Bremen-Schwachhausen, Ortsteil Radio Bremen, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Es wird aktuell (2026) zum Wohnen genutzt.

Das Gebäude steht seit 2024 unter bremischem Denkmalschutz.

Geschichte und Beschreibung Das eingeschossige, giebelständige, verputzte Wohnhaus mit ziegelgedecktem Satteldach, der eigenartigen Schleppgaube und dem eingeschossigen Erker wurde 1910 im Stil der Reformarchitektur nach Plänen von Heinz Stoffregen von der Baufirma der Brüder Johann Andreas und Friedrich Carl Greten gebaut. In den 1930er Jahren wurde eine Garage angefügt.

Das Wohnhaus war Teil eines ersten und beispielhaften Gartenstadtprojekts in Bremen. Das Wohnviertel wurde nach dem Vorbild englischer Gartenstädte mit ausreichenden Grünflächen für eine bürgerliche Schicht geplant. Unterschiedliche Häuser an auch kurvigen Straßen gaben ein architektonisch und städtebaulich differenziertes Gesamtbild. Von 1908 bis 1929 entstanden im Gartenviertel 23 Einfamilienhäuser, acht Doppelhäuser, zwei Dreihausgruppen und eine aus fünf Häusern bestehende Zeile auf Grundstücken von jeweils 300 bis 400 m².

Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… eine nicht alltägliche, individuelle schöpferische Leistung des Architekten und eine besondere städtebauliche Planung ….“

Literatur Heinz Stoffregen: Zur Gartenstadt-Bewegung in Bremen. Mitteilungen des Gewerbemuseums zu Bremen, 1908, S. 95/96 Achim Todenhöfer: Die Gartenstadt Schwachhausen von Heinz Stoffregen. In: Denkmalpflege in Bremen, Heft 19, Bremen 2022

Einzelnachweise

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