August Christian Gerstel (* 6. Mai 1806Zur Erinnerung an August Gerstel. In: Schwäbischer Merkur. Nr. 206, 5. Mai 1906, Mittagsblatt, S. 9 (Digitalisat). Als Geburtsjahr wird teilweise auch 1807 angegeben. in Boitzenburg; † 15. Dezember 1874 in Stuttgart) war ein deutscher Theaterschauspieler.

Leben August Gerstel war der Sohn des Schauspielers und Theaterdirektors Wilhelm Gerstel. 1825 gab er sein Debüt als Schauspieler in Meißen. Er gehörte mehreren reisenden Schauspielgesellschaften an, bevor er 1830 nach Lübeck, 1833 nach München, 1835 nach Zürich und 1837 nach Stuttgart ging. Dort blieb er bis 1841, als er an Theatern in Wiesbaden, Hamburg und Köln engagiert war. 1846 kehrte er ans Theater nach Stuttgart zurück, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Besonders beliebt war er in Rollen in komischen Opern und Lustspielen.

Neben seiner Tätigkeit als Darsteller war Gerstel auch als Regisseur aktiv. Zu Lebzeiten erfreute sich Gerstel offensichtlich einer großen Popularität, so hieß es in einem Rückblick zu seinem 100. Geburtstag 1906, dass sein Bild sogar auf „Dosen, Pfeifenköpfe(n), Taschentücher(n) und dergleichen“ zu finden gewesen sei.

Gerstel trat im Oktober 1874 aufgrund einer schweren Gehirnentzündung vom Theater ab und starb zwei Monate später. Er wurde auf dem Stuttgarter Fangelsbachfriedhof begraben.Begräbnis von August Gerstel. In: Neues Tagblatt. Nr. 298A, 20. Dezember 1874, S. 1.

Literatur

Joseph Kürschner: Gerstel, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Bd. 9 (1879), S. 60 [Online-Version: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116593601.html#adbcontent].

Einzelnachweise

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