Damen ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2026 mit Salka Weber und Şafak Şengül. Die Filmkomödie entstand unter der Regie von Katharina Bischof nach einem Drehbuch von Stefanie Kremser.
Handlung Die Mitte dreißigjährige Maya lebt in München in einer Wohngemeinschaft mit der Optikerin und Influencerin Sema. Sie arbeitet als mobile Nagelpflegerin und freie Maskenbildnerin am Theater. Dort verliebt sie sich in den Tänzer Philip aus Leipzig, dessen Mutter aus Angola stammt. Für ihn fertigt sie eine Paradiesvogel-Maske an, wobei sich die farblichen Vorstellungen der Regie immer wieder ändern, sodass Maya Teile ihrer Arbeit mehrmals neu machen muss.
Ihre Mutter Doro Weber leidet unter dem Messie-Syndrom und hat sich in ihrer Wohnung eingeschlossen, wobei ihr Vater Gregor Weber keine Hilfe ist. Eine Festanstellung am Theater hatte Maya abgelehnt, damit sie sich neben ihren beiden Jobs um ihre Mutter kümmern kann. Mayas Großvater war ein afroamerikanischer GI, der 1967 von München nach Vietnam geschickt wurde, dort gefallen ist und den Doro nie kennengelernt hatte. Gregor ist mittlerweile mit Franka liiert.
Zu Mayas Freundes- und Bekanntenkreis gehören Damen unterschiedlicher Herkunft, wie beispielsweise ihre vietnamesische, frühere Lehrerin Thao, die vor 45 Jahren aus Saigon geflüchtet ist, deren Tochter Bian und deren Enkel, der Apotheker Kim. Semas Bruder Yunus plant eine Verlobung mit einer ihm noch unbekannten türkischen Braut in Ankara, um seinen Vater stolz zu machen, obwohl er seit zweieinhalb Jahren mit Viktoria in einer Beziehung lebt. Sema ist mit ihrem Vater zerstritten, nach einem Videobeitrag, in dem sie sich auf das Märchen Salz ist wertvoller als Gold bezieht, kommt es zwischen den beiden zu einer Aussöhnung. Auch Yunus sagt schließlich seine geplante Verlobung in der Türkei ab und möchte Viktoria heiraten.
Mayas Mutter behauptet, dass Maya ihr die Schuld geben würde, dass sie nicht nach Köln gezogen ist, dass sie ihren früheren Freund verlassen hat und dass sie ihren Traumjob am Theater abgelehnt hat. Nachdem Doro Maya aus ihrer Wohnung geworfen hat, sucht Maya Hilfe bei Familientherapeutin Dr. Tura. Nach einem Unfall von Philip, bei dem er sich den Fuß bricht, wird der Paradiesvogel gestrichen. Das Kostüm verwendet Maya, um ihre Mutter aufzuheitern. Doro ermuntert Maya, Philip einen Krankenbesuch abzustatten. Maya schafft es im Gegenzug, Doro davon zu überzeugen, die Therapeutin aufzusuchen. Maya und Philip verbringen eine gemeinsame Liebesnacht.
Thao bietet Maya an, ihren Salon mietfrei zu übernehmen, während sie für ein Jahr nach Saigon geht, um ihre Familie zu besuchen. Maya richtet dort ein Studio für Maniküre ein. In einem Videobeitrag für ihre Follower wirbt Sema für Zusammenhalt unter Frauen sowie für Mayas Salon.
Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden vom 6. Mai bis zum 5. Juni 2025 in München und Umgebung statt. Produziert wurde der Film von Peter Hartwig.
Die Kamera führte Robert von Münchhofen, die Montage verantwortete Stine Sonne Munch und das Casting Stefany Pohlmann; die Musik schrieben Jessica de Rooij und Maarten Buning. Das Szenenbild gestaltete Christiane „Nani“ Musäus, das Kostümbild Annina Goldfuß, den Ton Kristofer Harris und Rolf-Peter Schmidt und die Maske Dorothea Goldfuss und Nannie Gebhardt-Seele.
Von der Drehbuchautorin Stefanie Kremser stammt auch das Drehbuch zum Fernsehfilm Herren (2019).
Veröffentlichung In der ARD Mediathek wurde der Film am 11. Februar 2026 veröffentlicht. Die Erstausstrahlung im Ersten war am 18. Februar 2026 im Rahmen des FilmMittwochs im Ersten.
Rezeption Kritiken Thomas Gehringer vergab auf tittelbach.tv fünf von sechs Sternen und nannte die Produktion einen betont harmonischen, in dieser Zeit rundum wohltuenden Film. Gegen Engstirnigkeit und Dauererregung bringe die ernsthafte und doch sommerlich leichte Dramödie liebenswürdige Figuren in einem respektvollen multikulturellen Mikrokosmos in Stellung.
tvspielfilm.de bezeichnete die Produktion als lockeren Film über das Leben mit all seinen Problemen, zielgruppengerecht aufbereitet für die Generation Z. Zwar nicht frei von Klischees, jedoch mit positivem Blick nach vorn. Hauptdarstellerin Salka Weber überzeuge als nahbare Identifikationsfigur.
Oliver Alexander meinte auf quotenmeter.de, dass der Film seinen Figuren nicht genug zutraue. Statt sie einfach leben zu lassen, würden sie einem harmonischen Gesamtbild untergeordnet. Und so bliebe «Damen» ein Film mit Herz, aber ohne rechtes Risiko.
Oliver Armknecht bewertete den Streifen auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Die Geschichte sei angenehm zurückhaltend erzählt, handle von schweren Themen, tue dies aber auf eine leichte Weise. Da auch die Besetzung gut sei, sei das Drama ein Tipp für ein Publikum, das sich mit solchen Alltagsüberlegungen auseinandersetzen möchte.
Quote Die Erstausstrahlung im Ersten am 19. Februar 2026 verfolgten 2,9 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 13,0 Prozent.
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Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Fernsehfilm (Das Erste) Kategorie:Filmkomödie