mini|hochkant|Fujiwara Michiko, 1948 Fujiwara Michiko (, verheiratete Yamazaki Michiko (); geboren 26. Mai 1900 in Uno (heute: Tamano) im Landkreis Kojima, Präfektur Okayama; gestorben 26. April 1983) war eine japanische Krankenschwester und Politikerin. Sie war sowohl Mitglied des japanischen Repräsentantenhauses (1946–1948), wie auch des Parlaments (1950–1974).
Leben und Wirken Michiko wurde 1900 in Uno in der Präfektur Okayama geboren. Da ihre Familie finanziell verarmte, brach sie die Grundschule nach fünf Jahren ab und begann als Fabrikarbeiterin zu arbeiten. Sie zog nach Tokio, wo sie 1915 erfolgreich eine Ausbildung zur Krankenschwester abschloss. Unter dem Einfluss von Kagawa Toyohiko nahm sie den christlichen Glauben an. Michiko arbeitete als ambulante Krankenschwester und Hebamme, lernte den Politiker Yamazaki Kenji (1902–1958) von der Arbeiter und Bauern Partei kennen und heiratete ihn 1925. Gemeinsam mit ihrem Ehemann setzte sie sich für die Bauernbewegung ein.
Michiko kandidierte bei der Shūgiin-Wahl 1946 für die Sozialistische Partei Japans unter dem Familiennamen Yamazaki für die Präfektur Shizuoka und wurde gewählt. Ein Jahr später trat sie auch bei der allgemeinen Shūgiin-Wahl 1947 an. Während ihr Mann Kenji als parteiloser Kandidat im gleichen Wahlkreis antrat und nicht gewählt wurde, konnte Michiko ins Repräsentantenhaus einziehen. 1948 ließ sich Michiko von ihrem Mann scheiden. Ihre Wiederwahl 1949 scheiterte.
Danach kandidierte Michiko unter ihrem Mädchennamen Fujiwara 1950 erfolgreich für das japanische Parlament. Sie wurde dreimal in Folge wiedergewählt, sodass sie ununterbrochen von 1950 bis 1974 Mitglied des Parlaments war. In ihrer Amtszeit setzte sie sich für das Anti-Prostitutionsgesetz und für Frauenfragen ein. Zudem war sie Vorsitzende des Arbeitsausschusses des Parlaments und Vorsitzende des Rechtsausschusses.
1972 wurde Michiko mit dem Orden des Heiligen Schatzes, 1. Verdienstklasse und für ihre langjährige Parlamentsarbeit geehrt.
Michiko starb 1983 im Alter von 82 Jahren. Noch am Todestag wurde ihr der Hofrang 2. Klasse verliehen.
Werk Hitosuji no michi ni ikiru (, etwa: Ein zielstrebiges Leben) Autobiografie von Michiko Fujiwara
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Einzelnachweise
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