Elina Schumacher (* 1999 in Dormagen)Amtsblatt für Berlin. 76. Jahrgang, Nr. 36, 27. August 2026, S. 2396, Digitalisat ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und seit 2026 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Sie erreichte im November 2024 deutschlandweite Bekanntheit durch ihre Kritik an der parteieigenen Positionierung zur Ausweitung des Tagebau Garzweiler.
Leben Leben und Ausbildung Elina Schumacher absolvierte nach dem Abitur ein duales Studium im Auswärtigen Amt zur Diplom-Verwaltungswirtin (FH). Sie war unter anderem an deutschen Auslandsvertretungen in Shanghai und Ankara tätig und arbeitete in verschiedenen Funktionen im Auswärtigen Amt sowie in Büros von Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen.
Politische Tätigkeit Seit 2019 ist Elina Schumacher Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und der Grünen Jugend. In einem offenen Brief rief Elina Schumacher zu mehr Basisdemokratie in ihrer Partei auf. Elina Schumacher war eine der Initiatorinnen eines offenen Briefes Anfang 2022 von Grünen-Mitgliedern an die Parteispitze, in dem ein sofortiger Stopp der Räumung des rheinischen Orts Lützerath für den Braunkohle-Tagebau Garzweiler gefordert wurde. In dem Schreiben kritisierten die Unterstützenden den damaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur dafür, Grundwerte der Partei zu verraten und riefen dazu auf, den Abriss für den Klimaschutz zu verhindern. Der Brief wurde von mehr als 2.000 Parteimitgliedern unterzeichnet und spiegelte die anhaltenden innerparteilichen Spannungen über den Umgang mit dem Kohleausstieg und Klimapolitik wider. Zudem war Elina Schumacher Mitinitiatorin eines offenen Briefes gegen die Zustimmung der Partei Die Grünen auf europäischer Ebene zum gemeinsamen europäischen Asylsystems. Elina Schumacher war von 2023 bis 2024 Teil des Landesvorstandes der Grünen Jugend Berlin.
Elina Schumacher kandidierte für die im September 2026 stattfindende Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zog als Votenträgerin der Grünen Jugend über Platz 9 der Landesliste ins Abgeordnetenhaus von Berlin ein. Als eine von vier Abgeordneten der Grünen Jugend erklärte sie wenig später, eine mögliche Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD nicht mittragen zu wollen.
Einzelnachweise
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