Wilhelm Karl Joseph Freiherr von Mühle-Eckart, seit 1840 Wilhelm Karl Joseph Graf von Mühle-Eckart, auch Wilhelm Carl Joseph Adam Freyherr Eckart von und zu Ecker von Leonberg (* 21. Juli 1758; † 5. November 1828 auf Schloss Pirkensee) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.
Leben Wilhelm zur Mühle-Eckart entstammte dem bayerischen Adelsgeschlecht von der Mühle-Eckart, das seinen Ursprung bei den französischen Grafen Du Moulin-Eckart fand. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Kultivierung der Donaumoosgründe, denn von 1790 an siedelte er Kolonisten an, die die nassen Böden kultivierten und so die Donaumoos-Siedlung Karlshuld begründetenPaula Waffler: Was Minettenheim so besonders macht. Die Gewerbekolonie Minettenheim unter dem Freiherrn von Eckart in der Zeit von 1789–1798. In: Heimatkundliche Streifzüge. Roth, 33 (2014), S. 50–60. Von Eckart (21. Juli 1758 – 5. November 1828) nannte sich später Wilhelm Carl Joseph Adam Freyherr Eckart von und zu Ecker von Leonberg auf Mörlach, Carlshuld und Pirkensee, Stockenfels und Steflig, kurpfalz-bayerischer Kämmerer, des kaiserl. St.-Stephansordens Ritter und des löbl. Fränk. Kreises Generalmajor und Generalquartiermeister, kurkölnischer wirklicher Geheimer Rat.. Durch Erbfolge kam er 1797 in den Besitz des Schlosses Pirkensee. Dabei musste die Sonderform des secundogenitur-Familienfideikommiss eingerichtet werden. mini|Schloss Pirkensee, Besitz des Grafen Wilhelm von Mühle-Eckart 1820 erwarb er für 32.000 Florentiner Gulden von Ursula von Axthalb, Witwe des Joseph von Axthalb, die Hofmark SteinsbergEdmund Engel:Die Hofmark SteinsbergDigitalisat. Im Februar 1827 übertrug er das Gut an den Eckart’schen Familienfideikommissverband Leonberg. mini|Schloss Steinsberg Er war kurbayerischer Kämmerer, kurkölnischer Geheimer Rat und Generalmajor und Generalquartiermeister des Fränkischen Ritterkreises. Von 1819 bis 1825 hatte er als erblicher Reichsrat einen Sitz in der Kammer der Reichsräte, deren Mitglieder neben den Mitgliedern der Kammer der Abgeordneten den Bayerischen Landtag bildeten. 1819 wurde er 2. Sekretär im Präsidium der Reichsräte und hatte jeweils einen Sitz im Innenausschuss sowie im Schuldentilgungsausschuss.
Familie In erster Ehe war er mit Wilhelmine von Seufferheld verheiratet. Aus der Ehe ging die Tochter Katharina Eugenia (1785–1856), ∞ Karl Du Moulin (1768–1847, französischer Generalleutnant) hervor. Sie war die Mutter des Grafen Karl Eduard Marcell von der Mühle (* 1808). Seine zweite Ehe schloss er mit Charlotte Katherina Walpurgis Antonie Gräfin von Leiningen-Neudenau.
Auszeichnungen Wirklicher Geheimer Rat Ritter des Johanniterordens Ritter des kaiserlichen Sankt-Stephans-Ordens
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 1. Wahlperiode)
Weblinks
Einzelnachweise
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