Henry William Goodban (* 1816 in Canterbury; † 1868) war ein britischer Komponist und Violoncellist.
Leben Henry William Goodban wurde 1816 in Canterbury geboren. Er war der Sohn des Komponisten und Musikpädagogen Thomas Goodban und erhielt seine erste musikalische Ausbildung durch den Vater. Zunächst erlernte er die Violine, wandte sich jedoch früh dem Violoncello zu. 1837 trat Goodban in die Royal Academy of Music in London ein. Dort studierte er Violoncello bei Robert Lindley und belegte zusätzlich Unterricht in Klavier und Harmonielehre. Während seiner Ausbildungszeit trat er als Instrumentalist bei Konzerten der Akademie auf, führte eigene Kompositionen auf und wirkte zeitweise als Sub-Professor. Nach Abschluss des Studiums wurde er zum Associate der Royal Academy of Music ernannt. Zur Erweiterung seiner beruflichen Erfahrung unternahm Goodban Studienreisen nach Frankreich und Deutschland. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in London nieder, wo er in mehreren bedeutenden Orchestervereinigungen mitwirkte und als Lehrer tätig war. Er war zudem als Professor an der Royal Academy of Music tätig. Goodban entstammte einer musikalisch geprägten Familie. Zu seinen Brüdern gehörten Charles Goodban (Mus.Bac., Oxford) sowie Thomas Goodban, Violinist. Sein Neffe James Frederick Goodban war Organist und Komponist.
Werk Henry William Goodbans Werk besteht überwiegend aus Kompositionen und Bearbeitungen für Klavier sowie aus Vokalwerken. Einen Schwerpunkt bilden Fantasien, Variationen, Tänze und Charakterstücke, die für den zeitgenössischen Musikmarkt und den häuslichen Gebrauch bestimmt waren. Als Arrangeur bearbeitete Goodban zahlreiche Opern- und Liedmelodien des 19. Jahrhunderts für das Pianoforte, darunter Werke von Donizetti, Verdi, Bellini und Offenbach. Daneben veröffentlichte er Lieder, Duette und kleinere Vokalwerke sowie vereinzelte Kompositionen für andere Besetzungen, darunter Orgel- und Kammermusik. Seine Werke erschienen bei verschiedenen etablierten Musikverlagen in London und wurden regelmäßig in zeitgenössischen Musikzeitschriften angekündigt.
Einspielungen The Omar Pascha Waltzes (C-Dur) – London Academy of Ottoman Court, Leitung: Emre Aracı, enthalten in Invitation To The Seraglio, Warner Bros.
Literatur Henry W. Goodban. In: W. V. Cazalet: The History of the Royal Academy of Music. Compiled from Authentic Sources. London: T. Bosworth, 1856, S. 293. Thomas Goodban. In: James D. Brown, Stephen S. Stratton: British Musical Biography: A dictionary of Musical Artists, Authors and Composers born in Britain and its Colonies, S. S. Stratton, Birmingham, 1897, S. 167
Weblinks GOODBAN , Henry William (1816-1868) bei Museum of Music History
Einzelnachweise
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