Schadendorfberg ist eine Ortschaft und gleichnamige Streusiedlung in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Schadendorfberg ist zugleich auch der Name einer Katastralgemeinde von Hitzendorf. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand: ).

Lage und Geographie Schadendorfberg liegt im südlichen Teil der Marktgemeinde Hitzendorf, südlich des Marktortes, im Süden der Katastralgemeinde Schadendorfberg auf einem von Nordwesten nach Südosten streichenden Hügelrückens des Weststeirischen Riedellandes. Dieser Hügelrücken trennt das im Osten gelegene Liebochtal mit dem Dorf Attendorf von dem im Westen gelegenen Södingtal mit dem Dorf Großsöding.

Die Dobleggerstraße (L383), die Mayersdorf mit Großsöding verbindet, verläuft im Norden an Schadendorfberg vorbei. Etwas südlich des Ortes verläuft die Packer Straße (B70), die Großsöding mit Schadendorf verbindet.

Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde bestehen neben der gleichnamigen Ortschaft Schadendorfberg auch noch die beiden Ortschaften Stein und Södingberg.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortes datiert 1602 als Schabendorfferperg. Eine weitere Erwähnung datiert 1819 als Schadendorfberg. Der Ortsname bezieht sich dabei auf den nahe gelegenen Ort Schadendorf, der Namenszusatz -berg verweist darauf, dass es hier früher Weinberge gab.

Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Schadendorfbergs, darunter zahlreiche Bergholden (zinspflichtige Weingärtner), im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. Dazu gehörten die Herrschaften Großsöding, Lannach, Lankowitz, Oberthal, Plankenwarth und Rohrbach. Auch das Judenburger Paradeisklosters hatte Untertanen im Ort. Je ein Sechstel des Zehnts auf Getreide und Weinmost gingen 1819 an die Staatsherrschaft Lankowitz.

Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Schadendorfberg zusammen mit Stein und Södingberg Teil der freien Ortsgemeinde Schadendorfberg. Ende 1874 wechselte die Ortsgemeinde vom Gerichtsbezirk Voitsberg in den Gerichtsbezirk Graz (Umgebung). Als die Ortsgemeinde 1969 aufgelöst wurde, kam Schadendorfberg zur Gemeinde Attendorf. Im Zuge der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde Attendorf, und dadurch auch Schadendorfberg, im Jahr 2015 Teil der Marktgemeinde Hitzendorf.

Laut Adressbuch von Österreich war im Jahr 1938 in der damaligen Ortsgemeinde Schadendorfberg eine Gastwirtin ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 1055

Wirtschaft und Infrastruktur Der Ort Schadendorfberg ist landwirtschaftlich geprägt. Vor allem der Weinbau spielte hier bis um 1900 eine bedeutende Rolle. Es wurde vor allem Schilchertrauben angebaut. Bereits in der josephinischen Landesaufnahme um 1780 waren im heutigen Ort große Rieden verzeichnet.

Der Ort ist nach Mooskirchen eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Mooskirchen.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

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