Tomasz Karwowski (* 1. Januar 1960 in Orneta; † 14. Mai 2018„Zmarł Tomasz Karwowski – jeden z czołowych posłów opozycji lat 90-tych XX wieku“ auf ngopole.pl, abgerufen am 21. Januar 2026. in Jabłonna) war ein polnischer Politiker (KPN, KPN-OP, AWS, ARS, APP). Er gehörte von 1991 bis 1993 und von 1997 bis 2001 dem Sejm der Republik Polen in der I. und III. Wahlperiode an.

Leben und Beruf Karwowski, der das Schlesische Technisch-Wissenschaftliche Institut besucht hatte, arbeitete in der Huta Katowice. Er absolvierte später ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Warschau, das er 2000 abschloss. Nach seinem Tod wurde er in Świętajno beigesetzt.

Politik Karwowski war 1981 einer der Organisatoren des Streiks in der Huta Katowice. Später trat er der Konfederacja Polski Niepodległej (KPN) bei. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1990 wurde er für eine Wahlperiode in den Stadtrat von Dąbrowa Górnicza gewählt.

Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl wurde Karwowski im Wahlkreis Sosnowiec erstmals in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 483. Bei der Wahl 1993 verpasste er die Wiederwahl, da die KPN im Wahlkreis Jelenia Góra, in dem er diesmal kandidierte, keinen Sitz erhielt.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 649. Mitte der 1990er Jahre schloss er sich der KPN-Abspaltung Konfederacja Polski Niepodległej – Obóz Patriotyczny (KPN-OP) von Adam Słomka an und kandidierte bei der Sejmwahl 1997 für diese auf der Liste des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), für das er über die gesamtpolnische Verteilung erneut in das Parlament gewählt wurde.Ergebnis in Monitor Polski 1997, Nr. 64, S. 1374. 1998 verließ er die AWS-Fraktion im Sejm. Karwowski warf im Mai 1999 dem damaligen Ministerpräsidenten Jerzy Buzek (AWS) vor, in kommunistischer Zeit ein Agent des Staatssicherheitsdienstes Służba Bezpieczeństwa gewesen zu sein.„War der polnische Regierungschef einst kommunistischer Geheimagent?“ auf www.telepolis.de, abgerufen am 29. Januar 2026. Er sprach sich im Parlament gegen die Schließung von Bergwerken aus. Vor der Parlamentswahl 2001 bildete er mit den ebenfalls auf der AWS-Liste gewählten Abgeordneten Michał Janiszewski, Janina Kraus, Mariusz Olszewski und Henryk Goryszewski die Abgeordnetengruppe Alternatywa Ruch Społeczny (ARS). Die ARS scheiterte aber mit nur 0,4 % der Stimmen an der 5-%-Hürde.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Januar 2026. Im selben Jahr wurde er stellvertretender Vorsitzender der Alternatywa – Partia Pracy, die aus der ARS entstanden war. Nach 2004 zog er sich aus der Politik zurück.

Weblinks Biogram beim Sejm

Einzelnachweise

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