Kera Sherwood-O’Regan ist eine neuseeländische Menschen- und Behindertenrechtlerin (Kāi Tahu) und Klimaschützerin sowie Mitgründerin der indigenen und behindertengeführten Organisation Activate. Sie machte durch ihre Arbeit bei UN-Klimakonferenzen auf sich aufmerksam, darunter beim Schlussbeitrag der indigenen Organisationen auf der COP25 in Madrid 2019. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.

Leben Sherwood-O’Regan verortet ihre Arbeit in Kaupapa-māori-Prinzipien und versteht Geschichtenerzählen als Mittel für kollektive Selbstbestimmung sowie verantwortungsvolle Einwilligung in der Medienarbeit. Sie wuchs in Te Waipounamu auf und verknüpft ihre Identität als indigene und behinderte Frau mit ihrem Einsatz für Klimagerechtigkeit. Sie lebt in Christchurch. Sie spricht öffentlich über das Leben mit Fibromyalgie, das ihre Perspektive auf Klimaanpassung und -gerechtigkeit prägt. Als Mitgründerin von Activate gestaltet sie ethische Kampagnen und Narrative für Klimagerechtigkeit und sozialen Wandel. Sie steuerte Beiträge zu Climate Aotearoa: What's happening & what we can do about it (2021) bei, darunter die Kapitel From threat to opportunity: Climate change and health in Aotearoa (mit Rhys Jones) und Nothing about us without us: Climate change and disability justice (mit Jason Boberg).

Wirken Ihre Arbeit zielt darauf, strukturell benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Entscheidungsprozesse einzubinden und die Zusammenarbeit zwischen indigenen Organisationen (IPOs), Behindertenorganisationen (DPOs) und Umweltschutz-Organisationen zu stärken. Seit der COP23 nimmt sie regelmäßig innerhalb des International Indigenous Peoples’ Forum on Climate Change an den UN-Klimaverhandlungen teil. Bei der COP25 in Madrid hielt sie die Schlussrede der indigenen Organisationen; international verbreitet wurde ihre Forderung: „Hört auf, mit euren Scheinlösungen Platz zu verschwenden, und geht uns aus dem Weg!“ Sie setzt sich für die formale Anerkennung eines Behindertenvertretung beim Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ein und organisierte auf der COP27 in Sharm El-Sheikh eine Veranstaltung zu Behindertenrechten; dort trat sie als Vertreterin der Disabled Persons Assembly NZ auf. Auch 2025 war sie als Delegierte bei der COP30 in Belém (Brasilien) vor Ort und kritisierte nach einem Brand im Pavillonbereich fehlende Alarmierung und Barrierefreiheit. In Aotearoa fordert sie, dass Klimapolitik Māori, Pasifika und behinderte Menschen in den Mittelpunkt stellt, um bestehende Ungleichheiten nicht zu verschärfen. Ihre Arbeit als indigene und behinderte Aktivistin wurde in ihrem Iwi-Kontext hervorgehoben und 2023 mit der Aufnahme in die BBC-Liste 100 Women international sichtbar gemacht.

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Einzelnachweise

Kategorie:100 Women (BBC) Kategorie:Neuseeländer Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau