Caught Looking ist ein britischer Kurzfilm von Constantine Giannaris. Der Film handelt von einem Mann, der seine sexuellen Fantasien über ein interaktives Computerspiel auslebt. Giannaris drehte diesen satirischen Kurzfilm 1992 für den britischen Fernsehsender Channel 4. Der Film wurde auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1992 in der Sektion Panorama gezeigt.

Handlung Ein junger schwuler Mann versucht, seine sexuellen Bedürfnisse mit einem interaktiven Computerspiel zu befriedigen. Über einen Avatar gleitet er durch verschiedene Fantasien und Begegnungen – darunter Matrosen auf Landgang, ein Mann mit Schnurrbart und eine Gruppe muskulöser Männer. Der Film stellt dabei die Frage, ob virtuelles Cruising das körperliche Erleben ersetzen kann.

Hintergrund, Rezeption Im Text zum Film des deutschen Verleihs Salzgeber wird Caught Looking als "(retro-)futuristisch" und „prophetisch“ beschrieben, da der Film spätere Formen digitaler schwuler Kontakt- und Sexkulturen vorwegnimmt.

Im Sissymag schreibt Michael Kienzl: "Ähnlich wie in „Caught Looking“ erweisen sich in „North of Vortex“ Sex und Liebe als reine Projektion. Nicht das Gegenüber selbst zählt, sondern das, was wir in ihm sehen wollen. Mehrmals schummeln sich Fantasien in die Bildwelt: einladende Gesten, die jedoch der Einbildung der Figuren entspringen."

Auszeichnungen

Teddy Award – Bester Kurzfilm (Berlinale 1992)

Veröffentlichung Salzgeber veröffentlichte Caught Looking gemeinsam mit Giannaris’ Mittellangfilm North of Vortex. Weblinks

Caught Looking bei MUBI North of Vortex & Caught Looking bei Salzgeber

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1992 Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Britischer Film Kategorie:Homosexualität im Film Kategorie:Satirefilm