Immanuel Erhard Völter (* 21. Oktober 1836 in Güglingen; † 25. März 1923 in Stuttgart) war ein württembergischer Pfarrer und Theologe.Völter, Erhard Immanuel. In: Württembergische Kirchengeschichte Online (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 21. Januar 2026).

Leben und Wirken Immanuel Erhard Völter, ein Sohn des Pfarrers Johannes Völter (1804–1899), studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen und legte dort 1859 die erste theologische Dienstprüfung ab. Die zweite Prüfung für den Pfarrdienst der Evangelischen Landeskirche in Württemberg erfolgte 1865. Bis 1863 war er Vikar in verschiedenen württembergischen Kirchengemeinden. Von 1863 bis 1870 war Völter in der Schweiz tätig, zum einen als Prediger in Genf, zum anderen als Inspektor des theologischen Seminars St. Chrischona bei Basel. Von 1870 bis 1882 hatte er die Pfarrstelle in Neckargröningen und bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1897 die Pfarrstelle in Großingersheim inne. Seit 1874 leitete er die Württembergische Mission unter Israel und war längere Zeit Herausgeber des Württembergischen Missionsblattes.

Völter veröffentlichte zahlreiche Schriften, meist Predigten oder kleine Missions- und Erbauungsschriften, die häufig neu aufgelegt und zum Teil auch in Fremdsprachen übersetzt wurden.

Zu seinen Söhnen gehörte der Pfarrer Hans Völter.

Veröffentlichungen (Auswahl) Bilder aus Böhmen. Eine Bitte für unsere böhmischen Glaubens-Genossen zur dreihundertjährigen Jubelfeier der Konkordien-Formel. 3. Aufl. Neubert, Ludwigsburg 1877. Konkordien-Jubelbüchlein. Dem lutherischen Christenvolk zur dreihundertjährigen Jubelfeier der Glaubensschriften der evangelisch-lutherischen Kirche am 25. Juni 1880. Teil 1: Geschichte der Konkordia, Teil 2: Die Lehre der Konkordia. Greiner & Ungeheuer, Ludwigsburg 1880 (diese Schrift erschien in der Folgezeit in zahlreichen Auflage) (Volltext, Aufl. 1889). (Hrsg.): Württembergisches Kommunikanten-Büchlein für junge und einfältige Leute, so zum Tisch des Herrn gehen wollen. Zusammengetragen durch Andreas Osiander. Fink, Stuttgart 1881 (3. Aufl. 1893). Die Wittenberger Concordie, die Union Württembergs. Müller, Besigheim 1886 (erschien bis 1906 in 150 Auflagen). Wünschet Jerusalem Glück (Psalm 162,6). Reden aus der Judenmission. Greiner & Ungeheuer, Ludwigsburg 1886 (erschien bis 1919 in 30 Auflagen) (Volltext, Aufl. 1888). Das Heilige. Predigten aus der Fastenzeit. Zwei Teile. Müller, Besigheim 1890/1891. Evangelien-Predigten des ersten Jahrgangs. 4. Aufl. Müller, Besigheim 1892. Aus England. Bilder und Skizzen aus dem kirchlichen, kulturellen und sozialen Leben. Salzer, Heilbronn 1896.

Einzelnachweise

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