Q ENERGY ist ein Konzern im Bereich Erneuerbare Energien mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen plant, errichtet und betreibt große Photovoltaikanlagen, Windparks und Batteriespeicher in Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal.

Geschichte Die Q ENERGY-Gruppe wurde offiziell am 1. Juli 2022 gegründet. Die neue Marke ging dabei aus zwei Unternehmen hervor, die zuvor bereits rund 20 Jahre im Markt aktiv waren: dem französischen Entwickler RES France, der im Sommer 2021 von der Hanwha Solutions Cooperation übernommen wurde, und dem Geschäftsbereich „Green Energy Solutions“ des PV-Modulherstellers Hanwha Qcells. Beide Unternehmen hatten zum damaligen Zeitpunkt bereits insgesamt 2 GW an Solar- und Windkraftprojekten realisiert. Q ENERGY und Qcells sind heute jeweils komplett eigenständige Unternehmen und bilden die Energiesparte des Mutterkonzerns Hanwha Solutions Corporation.

Unternehmensstruktur Q ENERGY ist eine hundertprozentige Tochter des koreanischen Konzerns Hanwha Solutions Corporation und ist damit Teil der weltweit tätigen Hanwha Group.

Die Q ENERGY Solutions SE dient als europäische Holding-Gesellschaft für die Q ENERGY Unternehmensgruppe. Damit verbunden sind die Q ENERGY France SAS (Avignon), in der das französische Geschäft gebündelt ist, und die Q ENERGY Europe GmbH (Berlin) für die weiteren europäischen Märkte.

Technologien und Geschäftsfelder Q ENERGY ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette von grünen Energieprojekten aktiv, beginnend bei der Projektentwicklung über Planung, Beschaffung und Bau (EPC), Betrieb und Wartung (O&M), bis hin zu Finanzierungen und Transaktionen. Asset Management und Stromvertrieb als unabhängiger Erzeuger (IPP) zählen ebenfalls zu den Geschäftsfeldern. Nach eigenen Angaben arbeitet Q ENERGY an der Entwicklung neuer erneuerbarer Energieprojekte mit einer Gesamtleistung von über 8,5 GW. Bis Ende 2025 hat Q ENERGY nach eigenen Angaben über 2,5 GW Solar-, Windkraft- und Batteriespeicherprojekte realisiert.

Im April 2025 gab Q ENERGY eine Partnerschaft mit dem Energieproduzenten Velto Renewables bekannt, der von der globalen Investmentgruppe La Caisse unterstützt wird. Velto plant in den kommenden Jahren, größere Projektportfolios von Q ENERGY zu erwerben und zu betreiben. In einem ersten Schritt wurden 2025 bereits ein französisches Portfolio aus zwei Windparks und drei PV-Anlagen verkauft, darunter auch der bis dahin größte schwimmende Solarpark in Europa.

Projekte PV-Kraftwerke Auf dem ehemaligen Militärflugplatz Brandenburg-Briest, westlich von Berlin, entwickelte und baute das Unternehmen, damals noch unter dem Dach von Qcells, das bis dahin größte Solarkraftwerk Europas. Verteilt auf rund 200 Hektar entstand bis Ende 2011 eine Anlage mit rund 383.000 Solarmodulen und einer Nennleistung von 91 MW.

In der französischen Region Haute-Marne realisierte Q ENERGY zudem eine schwimmende Anlage mit 74,3 MW, die bis dahin größte ihrer Art in Europa. Das Solarpark „Les Ilots Blandin“ entstand auf dem rund 127 Hektar großen Gelände ehemaliger Kiesgruben, die 2020 stillgelegt wurden. Insgesamt 134.649 Solarmodule wurden auf Schwimmkörpern befestigt, zu sechs Inseln gebündelt und an den Ufern bzw. auf dem Grund verankert. Das PV-Kraftwerk wurde im Sommer 2025 eingeweiht und produziert genug Energie, um rund 37.000 Einwohner mit sauberem, grünem Strom zu versorgen.

Onshore-Windkraft und Repowering Q ENERGY zählt zu den Pionieren für Onshore-Windkraft in Frankreich und ist eines der führenden Unternehmen für Repowering im Land. Im Dezember 2025 gab Q ENERGY France eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem Windenergieproduzenten Nadara für Repoweringprojekte im Umfang von 300 MW bekannt. Q ENERGYs Entwicklungspipeline für Repoweringprojekte beträgt damit nach eigenen Angaben über 1 GW.

Anfang 2026 hat das Unternehmen drei Repowering-Projekte im Bau. Eines davon ist der Windpark Marsanne in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, der vom Vorgängerunternehmen RES France errichtet und 2008 in Betrieb genommen wurde. Im Auftrag der der heutigen Eigentümer übernimmt Q ENERGY nun auch das Repowering und wird die installierte Leistung durch den Austausch der Turbinen von 12 MW auf 25 MW erhöhen.

Offshore-Windkraft Noch unter dem früheren Namen RES France, war die heutige Q ENERGY France SAS, Teil des Offshore-Wind-Konsortiums, das 2012 die Ausschreibung für einen französischen Offshore-Windpark vor der Bucht von Saint-Brieuc gewann. Das Unternehmen war lange an der Projektentwicklung beteiligt, verkaufte seine Anteile aber 2020 vor Baubeginn. Der Windpark wurde 2024 fertiggestellt und umfasst 62 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 496 MW.

2026 wurde Q ENERGY Anteilseigener der Projektgesellschaft für das Offshore-Wind-Projekt Pennavel. Gemeinsamit mit Elicio und BayWa r.e. plant das Unternehmen die Realisierung des ersten schwimmenden Offshore-Windparks vor der französischen Küste. Der Windpark soll eine Leistung von mindestens 250 MW haben und voraussichtlich bis zum Ende des Jahrzehnts in den Bau gehen.

Q ENERGY hat zudem angekündigt 2026 mit dem Konsortium Astenn Avel ein Angebot für die französischen Offshore-Wind-Ausschreibung AO9 abzugeben. Im Januar 2026 verkündete Q ENERGY zudem eine Partnerschaft mit Hanwha Ocean, um an der Ausschreibung für einen Offshore-Windpark in der kanadischen Provinz Nova Scotia teilzunehmen.

Batteriespeicher Q ENERGY unterstützte die grüne Transformation des früheren Kohlekraftwerks Emile Huchet in Nordost-Frankreich durch die Entwicklung und den Bau eines großen Batteriespeichers. Der 2025 in Betrieb genommene Speicher hat eine Leistung von 35 MW und eine Kapazität von 44 MWh.

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmen (Erneuerbare Energien) Kategorie:Unternehmen (Berlin) Kategorie:Unternehmensgründung 2022