Thatiana Regina Ignácio (* 2. Juli 1983 in São Vicente) ist eine ehemalige brasilianische Leichtathletin, die sich auf den Sprint spezialisiert hat. Mit der brasilianischen 4-mal-100-Meter-Staffel wurde sie dreimal Südamerikameisterin und gewann zudem zwei Goldmedaillen bei Südamerikaspielen.

Sportliche Laufbahn Erste internationale Erfahrungen sammelte Thatiana Regina Ignácio vermutlich im Jahr 1998, als sie bei den Juniorensüdamerikameisterschaften in Córdoba mit der brasilianischen 4-mal-100-Meter-Staffel in 47,50 s die Bronzemedaille gewann. Anschließend gewann sie bei den Jugendsüdamerikameisterschaften in Manaus in 12,04 s die Goldmedaille im 100-Meter-Lauf und sicherte sich über 200 Meter in 25,00 s die Silbermedaille. Zudem sicherte sie sich im Staffelwettbewerb in 47,89 s die Goldmedaille. Im Jahr darauf schied sie bei den erstmals ausgetragenen Jugendweltmeisterschaften in Bydgoszcz mit 11,94 s im Halbfinale über 100 Meter aus und kam im 200-Meter-Lauf mit 26,44 s nicht über die Vorrunde hinaus. Zudem belegte sie mit der Medley Staffel (1000 Meter) in 2:12,13 min den fünften Platz. Anschließend gewann sie bei den Juniorensüdamerikameisterschaften in Concepción in 11,73 s die Silbermedaille über 100 Meter und sicherte sich auch mit der 4-mal-100-Meter-Staffel in 46,63 s die Silbermedaille. 2000 siegte sie bei den Juniorensüdamerikameisterschaften in São Leopoldo in 11,89 s über 100 Meter und gewann im Staffelwettbewerb in 47,39 s die Bronzemedaille. Anschließend belegte sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Santiago de Chile in 11,84 s den achten Platz über 100 Meter, ehe sie bei den Jugendsüdamerikameisterschaften in Bogotá in 11,55 s die Goldmedaille gewann und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel in 46,15 s die Silbermedaille gewann und mit der Medley Staffel in 2:12,21 min ebenfalls siegte. Im Jahr darauf siegte sie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel in 44,32 s gemeinsam mit Lucimar Aparecida de Moura, Rosemar Coelho Neto und Kátia Regina Santos bei den Südamerikameisterschaften in Manaus. Anschließend gewann sie bei den Juniorensüdamerikameisterschaften in Santa Fe in 11,64 s die Goldmedaille über 100 Meter sowie in 45,09 s auch im Staffelwettbewerb. Zudem sicherte sie sich über 200 Meter in 24,33 s die Silbermedaille. Daraufhin siegte sie bei den Panamerikanischen Juniorenmeisterschaften ebendort in 11,54 s über 100 Meter und siegte in 45,36 s auch im Staffelwettbewerb. 2002 gewann sie bei den Ibero-Amerikanischen Meisterschaften in Guatemala-Stadt in 11,49 s die Silbermedaille über 100 Meter hinter der Kubanerin Roxana Díaz und siegte mit der Staffel in 44,28 s. Im Juli belegte sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Kingston in 11,79 s den fünften Platz über 100 Meter, ehe sie bei den Juniorensüdamerikameisterschaften im Rahmen der Südamerikaspiele in Belém in 11,57 s und 45,30 s jeweils die Goldmedaille über 100 Meter und in der Staffel gewann.

2003 verteidigte sie bei den Südamerikameisterschaften in Barquisimeto in 44,16 s gemeinsam mit Renata Vilela Sampaio, Lucimar Aparecida de Moura und Rosemar Coelho Neto ihren Titel in der 4-mal-100-Meter-Staffel. Anschließend gewann sie mit der Staffel bei der Sommer-Universiade in Daegu in 45,79 s die Bronzemedaille hinter den Teams aus der Volksrepublik China und Frankreich. Im Jahr darauf siegte sie bei den U23-Südamerikameisterschaften in Barquisimeto in 11,63 s über 100 Meter sowie in 45,36 s auch im Staffelwettbewerb. 2005 gewann sie bei den Südamerikameisterschaften in Helsinki in 44,35 s gemeinsam mit Luciana dos Santos, Lucimar Aparecida de Moura und Raquel da Costa die Silbermedaille hinter dem kolumbianischen Team. Anschließend belegte sie mit der Staffel bei den Weltmeisterschaften in Helsinki in 42,99 s im Finale den fünften Platz. Im Jahr darauf schied sie bei den Ibero-Amerikanischen Meisterschaften in Ponce mit 12,13 s im Vorlauf über 100 Meter aus und siegte mit der Staffel in 44,49 s. Bei den Südamerikameisterschaften 2007 in São Paulo siegte sie in 43,54 s gemeinsam mit Thaíssa Presti, Luciana dos Santos und Lucimar Aparecida de Moura, ehe sie bei den Panamerikanischen Spielen in Rio de Janeiro in 44,14 s den sechsten Platz belegte. Daraufhin kam sie bei den Weltmeisterschaften in Osaka mit 44,64 s nicht über den Vorlauf hinaus. 2011 beendete sie dann ihre aktive sportliche Karriere im Alter von 28 Jahren.

Persönliche Bestleistungen 100 Meter: 11,45 s (+0,9 m/s), 3. Juni 2007 in Cochabamba 200 Meter: 23,92 s (+1,6 m/s), 13. März 2005 in São Paulo

Weblinks

Eintrag bei Athleticspodium.com (englisch)

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