mini|Filmcrew auf der Berlinale 2026

Etwas ganz Besonderes ist ein deutscher Spielfilm von Eva Trobisch aus dem Jahr 2026. Das Familiendrama handelt von einem jungen Mädchen auf Identitätssuche in der thüringischen Provinz. Die Hauptrolle übernahm Frida Hornemann. Das Werk wurde im Februar 2026 im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) uraufgeführt.

Handlung Die 17-jährige Lea wächst in turbulenten Familienverhältnissen in einer thüringischen Provinzstadt auf. Ihre Eltern Matze und Rieke sind frisch voneinander getrennt. Leas Mutter ist von ihrem neuen Lebensgefährten Arthur schwanger. Nach einem handgreiflichen Streit mit ihr flüchtet Lea zu ihrem Vater, der in die Pension seiner Eltern gezogen ist. Matze ist sich nicht sicher, ob er zu seiner Ehefrau zurückkehren soll. Dennoch versucht er, die Familie zusammenzuhalten. Leas Großeltern Friedrich und Christel wiederum streiten sich unentwegt über den teuren Unterhalt ihrer abgelegenen Waldpension. Ein Vorbild sieht die Jugendliche nur in ihrer Tante Kati. Die Architektin hat lange im Ausland gelebt und übernimmt bei der Sanierung des örtlichen Residenzschlosses aus EU-Subventionen eine führende Rolle als Museumsleiterin. Mit ihrem kulturhistorischen Anspruch macht sich Kati weder in der eigenen Familie noch bei Außenstehenden viele Freunde. Gleichzeitig verliebt sich Leas aktivistischer Cousin Edgar in ihre beste Freundin Bonny.Etwas ganz Besonderes. In: pandorafilm.de (abgerufen am 20. Januar 2026).Thomas Schultze: Der Wettbewerb von Berlin – Ein Überblick. In: the-spot-mediafilm.com (abgerufen am 20. Januar 2026).

Als sich Lea eines Tages als Sängerin bei einer TV-Castingshow bewirbt, hat sie auf eine Frage des Fernsehteams, was sie besonders auszeichne, keine Antwort parat. Während der Sender eine Homestory über Lea vorbereitet, begibt sich die Jugendliche auf die Suche nach sich selbst und beginnt, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. (abgerufen am 20. Januar 2026).

Schauplatz Der Film ist in der ostthüringischen Stadt Greiz bei Gera angesiedelt. Schauplatz des familiären Geschehens ist der fiktive Gasthof Waldblick, ein in die Jahre gekommener Familienbetrieb mit angeschlossenem Hotel. Der Gasthof wird als Ort beschrieben, „dessen abgestoßener Charme den spießigen Muff der DDR atmet“. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Betriebs und die Frage nach seinem Fortbestand bilden einen zentralen Konflikt im Film. Die Dreharbeiten fanden in Greiz, Crimmitschau sowie in der Region Suhl im Thüringer Wald statt. Mit der Wahl des Ortes greift Regisseurin Eva Trobisch ostdeutsche Lebensrealitäten nach der Wende auf. Die Zeit ordnet den Film daher als „Heimatfilm“ ein. Auch Hauptdarstellerin Frida Hornemann weist im Tagesspiegel darauf hin, dass sich viele junge Ostdeutsche in den dargestellten Familienkonstellationen wiedererkennen.

Veröffentlichung Die Weltpremiere von Etwas ganz Besonderes (internationaler Titel: Home Stories) erfolgte am 18. Februar 2026Etwas ganz Besonderes. In: berlinale.de (abgerufen am 3. Februar 2026). im Rahmen der 76. Berlinale. Dort wurde das Werk in den Hauptwettbewerb eingeladen.Etwas ganz Besonderes. In: berlinale.de (abgerufen am 20. Januar 2026).

Der reguläre Kinostart in Deutschland erfolgte am 9. Juli 2026 im Verleih von Pandora Film.

Auszeichnungen Für Etwas ganz Besonderes erhielt Eva Trobisch ihre erste Einladung in den Wettbewerb um den Goldenen Bären, den Hauptpreis der Berlinale.

Weblinks Offizielle Webpräsenz des Pandora Film Verleihs Profil des Wettbewerbsfilms auf berlinale.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama