mini|Paulus-Villa, 2017

Die Preußstraße 10, auch Paulus-Villa genannt, in Dresden ist eine repräsentative Villa in Oberloschwitz.Weißer Hirsch. Vom Kurort zum Nobelviertel mit luxuriösen Villen. ADAC Verlag GmbH Der charakteristische Bau der Reformarchitektur mit markanter, aber schlichter Kubatur steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Das Haus wurde von 1910 bis 1912 im Stil der Reformarchitektur fertiggestellt. Architekt war Rudolf Kolbe. Erster Besitzer war die Familie Martin.Villa Paulus. Von 1913 bis 1933 befand sich hier das Sanatorium von Friedrich Kraeger im Haus. Von 1935 bis 1945 lebte hier Kurt Kirchbach und seine Familie. Er ließ zwischen 1938 und 1939 einen Terrassengarten anlegen. 1945 mussten die Bewohner das Haus binnen weniger Stunden räumen. Für mehrere Jahre wurden Offiziere der Sowjetarmee untergebracht. Ab 1948 bis etwa 1950 wohnte hier Max Seydewitz, sächsischer Ministerpräsident und später Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im Anschluss wohnte hier der Schriftsteller Martin Andersen Nexö mit seiner Familie. Von 1953 bis zu seinem Tod am 1. Februar 1957 lebte hier Friedrich Paulus, der Oberbefehlshaber der 6. Armee, die am 31. Januar 1943 in Stalingrad hatte kapitulieren müssen.

Die Villa, der einzigartige Terrassengarten und die Einfriedung stehen als Kulturdenkmal unter Schutz. Das Anwesen ist baugeschichtlich und personengeschichtlich bedeutend sowie in Teilen singulär.

Siehe auch

Liste der Kulturdenkmale in Loschwitz (M–Z)

Literatur

Siegfried Thiele: 99 Villen. HochlandVerlag Pappritz, 2009, S. 113, ISBN 978-3-934047-58-7 Andrea Büsing-Kolbe, Hermann Büsing: Harmonie von Bau und Landschaft. Der Architekt Rudolf Kolbe. Herausgegeben vom Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e.V. Elbhang-Kurier-Verlag, Dresden 2010, ISBN 978-3-936240-17-7, S. 59–60.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Villa in Loschwitz Kategorie:Kulturdenkmal in Dresden Kategorie:Denkmalgeschütztes Bauwerk in Dresden