Winfried Schlaffke (* 13. August 1939 in Berlin) ist ein deutscher Pädagoge und Hochschullehrer.Schlaffke, Winfried. In: Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender 2025. Bd. 3. de Gruyter, Berlin 2025, S. 3186.

Leben und Wirken Winfried Schlaffke studierte nach seiner Reifeprüfung 1960 von 1961 bis 1967 Klassische Philologie, Philosophie, Pädagogik, Literaturwissenschaft und Evangelische Theologie an der Universität Hamburg. Dort promovierte er 1967 bei Werner Simon mit einer Dissertation aus dem Bereich der spätmittelalterlichen deutschen Dichtung.Vorwort des Verfassers in seiner Dissertation an der Universität Hamburg 1967. Hauptberuflich arbeitete er bis zum Eintritt in den Ruhestand beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Zwischen 1972 und 1986 wirkte er außerdem als Dozent an Hochschulen in München, Bielefeld und Köln. 1986 ernannte ihn die Universität München zum Honorarprofessor. Von 2000 bis 2010 war Schlaffke Präsident der International School of Management. Außerdem wirkte er als Gründungssenator von zwei Fachhochschulen des Managements und des Mittelstandes in Essen und Bielefeld und war Mitarbeiter der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken.

Winfried Schlaffke tritt als Herausgeber bzw. Autor zahlreicher Schriften u. a. zur beruflichen Bildung bzw. Weiterbildung, der Sozialen Marktwirtschaft und dem Arbeitsmarkt sowie weiteren gesellschaftlichen Fragen hervor, vor allem aus der Sicht der deutschen Arbeitgeberverbände.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Heinrich Wittenweilers Ring. Komposition und Gehalt (= Philologische Studien und Quellen, Bd. 50). E. Schmidt, Berlin 1969 (= Dissertation Universität Hamburg). Akademisches Proletariat? (= Texte + Thesen, Bd. 26). Fromm, Osnabrück 1972, ISBN 3-7729-5026-4. (mit Walter Eberle): Gesellschaftskritik von A – Z, Vorwurf und Antwort. Herder, Freiburg/Br. 1972, ISBN 3-451-01950-7. (Hrsg. u. Bearb.): Jugendarbeitslosigkeit. Unlösbare Aufgabe für das Bildungs- und Beschäftigungssystem? Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1976, ISBN 3-88054-284-8. (Hrsg., mit Reinhard Zedler): Die Zukunft der Berufsbildung. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1977, ISBN 3-88054-297-X. (mit Ludwig Bress): Marktwirtschaft. Kulturelle Motivation und Innovation. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1977, ISBN 3-88054-116-7. Abseits. Die Alternativen – Irrweg oder neue Weltkultur? Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-88054-021-7. Streitsache: Akademikerbedarf. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-88054-416-6. (Hrsg., mit Reinhard Zedler): Die zweite Ausländergeneration. Vorschläge und Modelle zur Eingliederung von Ausländerkindern. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1980, ISBN 3-88054-349-6. (Hrsg., mit Helmut Winter): Politische Erwachsenenbildung. Bestandsaufnahme und Diskussion. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1980, ISBN 3-602-14013-X. (Hrsg., mit Otto Vogel): Industriegesellschaft und technologische Herausforderung. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1981, ISBN 3-602-34823-7. (Hrsg.): Gewerkschaft und Gesellschaft. Entwicklungen, Inhalte und Strategien der Gewerkschaftspolitik. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1982, ISBN 3-602-14048-2. (Hrsg., mit Reinhard Zedler): Betriebliche Bildungsarbeit. Modelle, Standpunkte, Entwicklungen. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1982, ISBN 3-602-14051-2. (Hrsg.): Vom Gastarbeiter zum Mitarbeiter. Ursachen, Folgen und Konsequenzen der Ausländerbeschäftigung in Deutschland. Informedia-Verlags-GmbH, Köln 1982, ISBN 3-921349-22-2. (Hrsg., mit Thomas Roser): Jugend und Technik. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1983, ISBN 3-602-34837-7. (Hrsg., mit Gerhard Fels): Kirche und Unternehmen in Verantwortung für die Probleme unserer Zeit. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1984, ISBN 3-602-34839-3. (Hrsg., mit Helmut Winter): Technik kennt keinen Rückschritt. Veränderte Rahmenbedingungen für die betriebliche Bildungsarbeit. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1984, ISBN 3-602-34840-7. (Hrsg.): Probleme betrieblicher Weiterbildung. Leistungen und Aufgaben. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1985, ISBN 3-602-14143-8. (Hrsg.): Tendenzen betrieblicher Weiterbildung. Aufgaben für Forschung und Praxis. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1990, ISBN 3-602-14258-2. (Hrsg.): Ethik in der Forschung. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1992, ISBN 3-602-14333-3. (Hrsg.): Streitsache: Ost-Hochschulen im Wandel. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1992. Vom Nutzen des Egoismus. Ohne Schaffen kein Verteilen. Kölner Universitäts-Verlag, Köln 1994, ISBN 3-87427-053-X. (Hrsg.): Das duale System der Berufsausbildung. Leistung, Qualität und Reformbedarf. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1996, ISBN 3-602-14410-0. Ihr könntet es erleben: Bezahlte Arbeit für alle. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1996, ISBN 3-602-14420-8. (Hrsg.): Private Bildung – Herausforderung für das öffentliche Bildungsmonopol. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1996, ISBN 3-602-14392-9. (Hrsg., mit Reinhold Weiß): Lernen und Arbeiten – neue Wege der Weiterbildung. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 2002, ISBN 3-602-14544-1. Wie wird unsere Schule wieder Weltklasse? Kölner Universitäts-Verlag. Köln 2002, ISBN 3-87427-088-2.

Weblinks

Literatur von und über Winfried Schlaffke im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert) Kategorie:Pädagoge (21. Jahrhundert) Kategorie:Sozialwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Mann