mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Büttikofer-Weißzahnspitzmaus, Funde außerhalb Nigerias sind fast unsichtbar, jedoch im Rahmen Die Büttikofer-Weißzahnspitzmaus (Crocidura buettikoferi) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen in Westafrika verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Das Taxon galt zeitweilig als Unterart oder Synonym der Hunnen-Weißzahnspitzmaus (Crocidura attila). Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung von Robertsport in Liberia.

Merkmale Dieser große Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 72 bis 100 mm und eine Schwanzlänge von 51 bis 62 mm. Gewichtsangaben fehlen, die Hinterfüße sind 12 bis 15 mm lang und die Länge der Ohren beträgt 7 bis 9,5 mm. Die Oberseite ist mit schokoloadenbraunem Fell bedeckt und unterseits kommt helleres graubraunes Fell vor. Auf dem Schwanz sind wenige Haare und Borsten vorhanden. Die Hirnschale ist nach oben mehr gewölbt und an den Seiten mehr abgeplattet als bei der Fraser-Weißzahnspitzmaus (Crocidura poensis). Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je drei einspitzige Zähne. Dabei ist der erste größer als die anderen beiden. Die zentralen oberen Schneidezähne haben an der Spitze eine Art Haken.

Verbreitung und Lebensweise Neben einer größeren Population im Südosten Nigerias gibt es Funde aus dem südlichen Guinea, dem westlichen Liberia sowie aus dem Süden der Elfenbeinküste und von Ghana. Möglicherweise wird auch Sierra Leone erreicht. Alla Populationen leben im Flach- oder Hügelland. Als Habitat dienen kleine erhaltene Urwälder, wieder aufgeforstete Wälder und Kulturlandschaften. Bei Wäldern sind trockene Laubwälder und Galeriewälder möglich. Bei einer Studie wurden Kreuzspinnen und nahe verwandte Spinnen als Hauptnahrung festgestellt. Diese werden mit Ameisen, Termiten und Käfern komplettiert. In geringem Maße zählen Küchenschaben, Grillen, Tausendfüßer und Regenwürmer zur Nahrung.

Zu den Aktivitätszeiten und zur Fortpflanzung liegen keine Daten vor.

Gefährdung Negativ wirkt sich die Umwandlung der ursprünglichen Landschaft in Ackerland, Siedlungen und Bergbaugebiete aus. Die kleinen Populationen stehen in Konkurrenz zu mehr verbreiteten Weißzahnspitzmäusen. Manchmal wird die Büttikofer-Weißzahnspitzmaus mit einer Langschwanzmaus verwechselt und bekämpft. Trotzdem wird die Art noch recht häufig gesichtet. Die IUCN listet sie als nicht gefährdet (least concern).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Weißzahnspitzmäuse