Die Elastizitätszahl () ist im Rahmen der Bodenmechanik eine dimensionslose Kennzahl zur Beschreibung eines bodenmechanischen Zustands innerhalb des Atterberg-Kontinuums. Sie wurde von Köhler auf Grundlage normierter Wassergehalte aus Atterberg-Versuchen eingeführt und ermöglicht die Einordnung eines repräsentativen bodenmechanischen Zustands innerhalb eines kontinuierlichen Zustandsraums.Köhler, A. (2024): Das Atterberg-Kontinuum – Einführung von Grundlagen für eine neue Theorie. Dissertation, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Online

Der formal elastische Bereich erstreckt sich nach Köhler bis . Dieser Wert kennzeichnet den elastischen Grenzzustand und entspricht einer Querdehnzahl von sowie einem Reibungswinkel von . Bereits bei wird das theoretische Einsetzen erster nichtelastischer Verformungsanteile angenommen. Für definiert Köhler einen erweiterten Gültigkeitsbereich außerhalb des elastisch-isotropen Bereichs.

Zwischen Elastizitätszahl und Querdehnzahl besteht die Beziehung

Aus den von Köhler angegebenen Beziehungen folgt für den zugehörigen Reibungswinkel

Damit ergeben sich für den elastischen Grenzzustand bei

und

Die Elastizitätszahl wird außerdem bei der Auswertung von Drucksondierungen mittels Elastizitätszahl verwendet. Dabei wird der gemessene Spitzenwiderstand einer Elastizitätszahl zugeordnet, aus der mechanische Bodenkennwerte abgeleitet werden können.

Siehe auch Atterberg-Kontinuum Auswertung von Drucksondierungen mittels Elastizitätszahl Drucksondierung

Einzelnachweise

Kategorie:Bodenmechanik