Luise Margarete Agnes Krüger, geb. Skrzypkowiak (* 7. Januar 1908 in Berlin; † 27. September 1973 in Ost-Berlin) war eine deutsche Gewerkschafterin und Politikerin.

Leben Luise Krüger war die Tochter des Möbelpoliers Reinhold Skrzypkowiak und von dessen Ehefrau Martha, geborene Zeidler. Nach der Volksschule machte sie eine Lehre als Kontoristin und anschließend eine Ausbildung zur Buchhalterin. 1923, im Alter von 15 Jahren, wurde sie Mitglied im Zentralverband der Angestellten (ZdA). Von 1928 bis 1931 gehörte sie der KPD, von 1931 bis 1933 der SPD an. Daneben war sie ehrenamtlich im Arbeitersport tätig.

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Krüger im Frühjahr 1933 und noch einmal im April 1934 aufgrund ihrer Funktionärstätigkeit im Arbeitersport und illegaler Flugblattaktionen verhaftet. Bei der zweiten Verhaftung wurde ihr von der Gestapo ihr Sohn genommen. 1937 heiratete sie Erwin Krüger, mit dem sie zuvor viele Jahre zusammengelebt hatte. Erwin Krüger wurde 1942 zur Wehrmacht einberufen, da er sich geweigert hatte, einer NS-Organisation beizutreten. Im Februar 1943 fiel er an der Ostfront in Russland. Luise Krüger wurde aus Berlin ausgewiesen und im Mai 1943 nach Ostpreußen zwangsevakuiert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kam sie mit einem Umsiedlungstransport nach Droyßig.

Nach Kriegsende wurde Luise Krüger KPD-Mitglied und trat in den FDGB ein. Sie arbeitete im Bezirksbürgermeisteramt von Droyßig und wurde im September 1945 als Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin eingesetzt. 1946 kam sie in den jeweiligen Landesvorstand Sachsen-Anhalt der SED und des FDGB. 1950 stieg Krüger dann in den Bundesvorstand des FDGB auf, wo sie stellvertretende Leiterin der Hauptabteilung Wirtschaft wurde.

1953 wurde Luise Krüger aus Gesundheitsgründen Rentnerin.

Literatur

Siegfried Mielke, Marion Goers: Luise Krüger, geb. Skrzypkowiak. In: Ders. (Hrsg.): Gewerkschafterinnen im NS-Staat. Biographisches Handbuch, Bd. 3. Metropol, Berlin 2025 (Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration; 12), ISBN 978-3-86331-814-7, S. 224–230.

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