mini|hochkant|Stuart H. Ingersoll Stuart Howe Ingersoll (* 3. Juni 1898 in Springfield, Massachusetts; † 29. Januar 1983 in Newport, Rhode Island) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet).

Leben Stuart Ingersoll war ein Sohn von Arthur Ingersoll (1867–1955) und dessen Frau Bernice Luthera Howe (1874–1940) und wuchs in Portland im Bundesstaat Maine auf, wo er die öffentlichen Schulen besuchte. In den Jahren 1917 bis 1920 durchlief er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. Während dieser Zeit diente er in der Endphase des Ersten Weltkriegs auf dem Linienschiff USS Missouri, das nicht mit dem gleichnamigen Schlachtschiff des Zweiten Weltkriegs zu verwechseln ist. Er war mit seinem Schiff auf dem Atlantik eingesetzt. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.

Nach seiner Graduation an der Marineakademie diente Stuart Ingersoll fünf Jahre lang an Bord unterschiedlicher Kriegsschiffe. Es folgte eine Ausbildung zum Marineflieger. Die folgenden 15 Jahre war er abwechselnd als Pilot auf diversen Schiffen stationiert bzw. Stabsoffizier an verschiedenen Marinestützpunkten (Naval Stations). Zwischenzeitlich übernahm er erste Kommandos über Flugeinheiten. Anfang der 1940er Jahre gehörte er dem Stab des United States Navy Bureau of Aeronautics an und für einige Zeit war er Mitglied der Militärdelegation an der amerikanischen Botschaft in London.

Nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg war er zunächst Leiter der Stabsabteilung für Luftoperationen der U.S. Navy Support Force, die für den Geleitschutz für Konvois im Nordatlantik zuständig war. Danach gehörte er für einige Zeit dem Stab der Marinebasis Naval Support Facility Anacostia an. Im Jahr 1943 wurde er auf den Geleitflugzeugträger USS Card versetzt. Dieser bzw. dessen Flugzeuge waren mit der Aufspürung und Versenkung deutscher U-Boote im Atlantik beauftragt. Im April 1944 wurde Ingersoll in den Pazifik versetzt, wo er das Kommando über den Leichten Flugzeugträger USS Monterey erhielt. Dieses Kommando behielt er bis Ende Januar 1945. Dabei nahm er an mehreren Gefechten und Schlachten teil. Im November 1944 wurde sein Schiff, auf dem auch der spätere Präsident Gerald Ford diente, durch den Taifun Cobra schwer beschädigt.

Von 1945 bis 1947 war Ingersoll Führungsoffizier (Commandant of midshipmen) an der Marineakademie in Annapolis. Anschließend kommandierte er für einige Monate das Zweite Flottenluftgeschwader (Fleet Air Wing two). Zwischen Dezember 1947 und Januar 1950 war er Stabschef der Pazifikflotte. Danach wurde er zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO) versetzt. In der Folge kommandierte er für einige Zeit die Vierte Trägerdivision (Carrier Division Four). Im Juni 1953 wurde er Stabschef der Atlantikflotte. Diese Aufgabe bekleidete er bis Ende 1955. Am 19. Dezember 1955 übernahm Ingersoll als Nachfolger von Alfred M. Pride das Kommando über die in Japan stationierte Siebte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 28. Januar 1957, als er von Wallace M. Beakley abgelöst wurde. Bis zum Juli 1957 leitete er gleichzeitig auch das United States Taiwan Defense Command.

Zwischen dem 13. August 1957 und dem 30. Juni 1960 leitete Stuart Ingersoll als Nachfolger von Thomas H. Robbins Jr. das Naval War College in Newport in Rhode Island. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Er verbrachte seinen Lebensabend in Newport, wo er am 23. Januar 1986 verstarb. Stuart Ingersoll fand seine letzte Ruhestätte auf dem Pine Grove Cemetery in Hinsdale in New Hampshire.

Orden und Auszeichnungen Stuart Ingersoll erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Navy Cross Navy Distinguished Service Medal Legion of Merit Navy Commendation Medal World War I Victory Medal American Defense Service Medal American Campaign Medal European-African-Middle Eastern Campaign Medal Asiatic-Pacific Campaign Medal World War II Victory Medal National Defense Service Medal Philippine Liberation Medal (Philippinen) Order of the British Empire (Großbritannien)

Weblinks

Ingersoll in der Liste der Leiter des Naval War College (zuletzt abgerufen am 13. Oktober 2025, im Januar 2026 nicht mehr erreichbar) Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 18. Januar 2026) Kurzbiografie beim US War College (zuletzt abgerufen am 18. Januar 2026) Ingersoll in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 18. Januar 2026)

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