Das Hainan-Gleithörnchen (Hylopetes electilis) ist eine Gleithörnchenart, die auf der südchinesischen Insel Hainan endemisch vorkommt.

Merkmale Es erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 16,3 bis 17,3 Zentimeter und hat einen 13,5 bis 15,9 Zentimeter langen Schwanz. Die Hinterfußlänge beträgt 3,2 bis 3,5 Zentimeter und die Ohrlänge beträgt 2,3 bis 2,7 Zentimeter. Damit ist das Hainan-Gleithörnchen ein relativ kleiner Vertreter der Pfeilschwanz-Gleithörnchen. Die Kopfoberseite, der Rücken bis zur Basis des Schwanzes und die Oberseite der Flugmembran sind hell rotbraun bis zimtfarben gefärbt. Der Außenrand der Flugmembran ist dunkel schwarzbraun mit einer schmalen weißen Linie am äußeren Rand. Die Oberseiten der Pfoten sind mit kurzen weißlichen und grauen Haaren bedeckt. An den Hinterpfoten sind die Haare vorwiegend grau und nur an den Zehen sind sie weiß. Die Kopfseiten sind grau und ein schmaler Ring um die Augen sind grau. Die Kehle und die Unterseiten des Kiefers und der Vorderbeine sind weißlich und die Körperseiten sind zimtfarben. Der Schwanz ist an der Basis am breitesten und wird zur Spitze hin immer schmaler. Er ist etwas dunkler als der Rücken. Die Ohren sind unbehaart.

Lebensraum Nach Angaben des US-amerikanischen Zoologen Glover Morrill Allen, der 1925 die Erstbeschreibung der Art verfasste, kommt das Hainan-Gleithörnchen nur in den ungestörten Wäldern im Zentrum der Insel vor und fehlt in isolierten Waldfragmenten.

Systematik Das Hainan-Gleithörnchen wurde 1925 durch G. M. Allen unter der Bezeichnung Pteromys electilis erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der schottische Mammaloge Gordon Barclay Corbet und sein Kollege J.E. Hill verschoben es 1992 in die Gattung der Pfeilschwanz-Gleithörnchen (Hylopetes) und klassifizierten es als Unterart des Phayre-Gleithörnchens (Hylopetes phayrei) und so wurde es auch in den Standardwerken Mammal Species of the World und Handbook of the Mammals of the World dargestellt. Da sich der Schädel des Hainan-Gleithörnchens morphometrisch deutlich von den Schädeln des Phayre-Gleithörnchens und vier weiterer Hylopetes-Arten unterscheidet, bekam es jedoch wieder den Status einer eigenständigen Art.

Einzelnachweise G.M. Allen (1925): Squirrels collected by the American Museum Asiatic Expeditions. American Museum Novitates 163:1-16. G.M. Allen (1940): The Mammals of China and Mongolia. Natural History of Central Asia. Vol. XI, Part 2. New York: American Museum of Natural History. S. 725–727. Hylopetes electilis (G. M. Allen, 1925) Hainan Flying Squirrel in ASM Mammal Diversity Database Amy Chernasky u. a.: All the Mammals of the World. Lynx Edicions, Juni 2023, ISBN 978-84-16728-66-4. S. 386. G.B. Corbet & Hill JE. 1992. The Mammals of the Indomalayan Region: A Systematic Review. New York: Oxford University Press. Don E. Wilson, T.E. Lacher, Jr., Russell A. Mittermeier (Herausgeber): Handbook of the Mammals of the World: Lagomorphs and Rodents 1. (HMW, Band 6) Lynx Edicions, Barcelona 2016, ISBN 978-84-941892-3-4, S. 764. Song Li, Fa-Hong Yu (2013): Differentiation in cranial variables among six species of Hylopetes (Sciurinae: Pteromyini). Zoological Research 34 (E4−5): E120−E127 DOI:10.11813/j.issn.0254-5853.2013.E4−5.E120 Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Order Rodentia - Family Sciuridae. S. 754–818 (S. 769) in Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4

Kategorie:Gleithörnchen Kategorie:Endemisches Tier Hainans