mini|Humboldtstraße 31 Das Haus Humboldtstraße 31 ist eine historistische Villa in der Weimarer Westvorstadt.

Geschichte Zur Bauzeit hieß die Humboldtstraße Luisenstraße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 78. ISBN 978-3-939399-49-0 Auftraggeber der zweigeschossigen Villa im Stile der Neorenaissance war der Bauunternehmer Albert Sömmering. Sie entstand 1898/99 nach dem Entwurf von Rudolf Zapfe. Sie gehört zu den ersten Villenbauten in diesem Straßenabschnitt. Sie lässt in der zweiachsigen Straßenfassade die zweizonige Disposition des Grundrisses erkennen. Die Villa ist vollständig unterkellert, verputzt und wurde im Keller- und Erdgeschoss aus Bruch bzw. Ziegelstein, im Obergeschoss aus Holzfachwerk mit Vorlagemauerwerk errichtet, was den gängigen Konventionen im Villenbau dieser Zeit entspricht. Sie steht auf einem geböschten, mit Werkstein verblendeten Sockel. Von den verputzten Wandflächen sind farblich die aus rotem Berkaer Sandstein gefertigten Werksteinelemente abgesetzt, so der Vorbau am Risalit in der nördlichen Fassadenachse und die profilierten Fenstergewände. Die Gebäudekanten werden durch einzelne in gleichem Abstand angeordnete Eckquader betont. Die Lage der repräsentativen Wohnräume im Parterre verrät sich durch die besondere Fenstergestaltung. Der an der Nordseite befindliche Hauseingang ist durch ein Glasdach geschützt und über eine Freitreppe zu erreichen. Die bauzeitliche Raumstruktur insbesondere die des Erdgeschosses blieb weitgehend unverändert erhalten. Die Küche lag ursprünglich im Souterrain. Zur bauzeitlichen Ausstattung zählen u. a. die Innentüren und Parkettfußböden in den Haupträumen sowie die zweiläufige Podesttreppe mit Balustergeländer. Die Villa ist um die Breite des von einem schmiedeeisernen Zaun eingefassten Vorgartens von der Straßenflucht zurückgesetzt.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 752.

In diesem Haus wohnte der Thüringische Staatsminister und Geheime Regierungsrat Richard Friedrich Leutheußer.August Degener: Degeners Wer ist’s?, Band 10, 1935, S. 963.

Einzelnachweise

Kategorie:Villa in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar