Víctor Campaz Rengifo (* 21. Mai 1949 in Buenaventura) ist ein ehemaliger kolumbianischer Fußballspieler. Der Stürmer spielte acht Mal für die Nationalmannschaft und gewann auf Vereinsebene drei Meisterschaften.
Karriere Verein Víctor Campaz begann in seinem Heimatort mit dem Fußballspielen in einer Nachbarschaftsmannschaft namens Sor Vásquez. Später wechselte er zu América Pacífico, einem Farmteam von América de Cali, und schaffte dank starker Leistungen den Sprung in die Jugendabteilung des Erstligavereins. 1967 debütierte er für die Profimannschaft von América de Cali, kam dort jedoch neben wenigen Einsätzen bei den Profis lange auch im Reserveteam zum Einsatz. Mitte 1969 wechselte er zum Deportivo Pereira. Bei Deportivo Pereira überzeugte Campaz mit guten Leistungen und vielen Toren, was ihm den Wechsel in die Hauptstadt zu Santa Fe einbrachte. Er erlebte dort die erfolgreichste Phase seiner Karriere. Bereits im ersten Jahr gewann er die Copa Simón Bolívar und wurde Torschützenkönig. 1971 war er eine Schlüsselfigur beim fünften Meistertitel von Santa Fe, erzielte 24 Tore und zählte zu den herausragenden Spielern des Teams. 1972 wurde er endgültig zum Publikumsliebling, unter anderem durch ein spektakuläres Tor gegen den argentinischen Verein und späteren Sieger CA Independiente in der Copa Libertadores.
Anfang 1973 wechselte Campaz zu Atlético Nacional, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Teófilo spielte. Víctor Campaz wurde schnell zu einer der zentralen Figuren des Teams und gewann noch im selben Jahr die Meisterschaft. 1975 erzielte er ein vielbeachtetes Tor gegen Cruzeiro EC in der Copa Libertadores. Mitte 1975 wechselte er zum belgischen Klub Standard Lüttich, kehrte jedoch nach kurzer Zeit aus familiären Gründen nach Kolumbien zurück. Im zweiten Halbjahr 1975 spielte Campaz für Atlético Junior, bestritt 22 Spiele und erzielte sechs Tore. 1976 folgte ein einjähriges Engagement bei Deportes Tolima. 1977 kehrte er zu América de Cali zurück, bevor er 1978 ein Jahr für Independiente Medellín auflief. 1979 spielte er kurz für Atlético Bucaramanga und beendete seine Karriere schließlich bei Estudiantes de Mérida in Venezuela, wo er sich nach einer langen und erfolgreichen Laufbahn vom Profifußball zurückzog.
Nationalmannschaft Campaz debütierte 1972 in der Nationalmannschaft bei einem Freundschaftsspiel und spielte im Folgejahr in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1974. Zwar blieb Kolumbien ohne Niederlage, qualifizierte sich aber als Gruppenzweiter hinter den punktgleichen Uruguayern nicht für das Endturnier in Deutschland. Bei der Copa América 1975 bestritt Campaz drei der neun Partien für das kolumbianische Team. Er stand bei den Siegen in der Gruppenphase gegen Paraguay und Ecuador und beim Entscheidungsspiel im Finale gegen Peru auf dem Feld. Kolumbien verlor die Partie und wurde Vizesüdamerikameister. In weiteren Länderspielen kam Campaz nicht zum Einsatz. Insgesamt absolvierte er acht Länderspiele.
Erfolge Santa Fe Kolumbianischer Meister: 1970, 1971 Sieger der Copa Simón Bolívar: 1970
América de Cali Kolumbianischer Meister: 1973
Sonstiges Sein Bruder Teófilo Campaz ist ebenfalls ehemaliger Profifußballspieler. Beide wurden 1973 gemeinsam bei Atlético Nacional kolumbianischer Meister.
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Einzelnachweise
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