Johanna Brankaer (* 17. Februar 1977 in Löwen) ist eine belgische Patristikerin und Hochschullehrerin an der Universität Würzburg.

Leben und Wirken Nach dem Schulabschluss 1995 in Overijse studierte Brankaer klassische Philologie an der Freien Universität Brüssel, wo sie 1999 summa cum laude ihr Lizenziat erwarb. Ihr parallel dazu betriebenes Studium der Philosophie ebenda schloss sie ein Jahr später ebenfalls summa cum laude ab, das ebenfalls parallel betriebene Aufbaustudium der frühchristlichen und byzantinischen Studien schloss sie magna cum laude ab. An der Université catholique de Louvain erwarb sie 2003 magna cum laude das Lizenziat in Orientalistik und 2004 das Diplom in Theologie und in Altäthiopisch. Ein Jahr später folgte das Lizenziat in Bibelwissenschaften. 2004 wurde Brankaer von der Freien Universität Brüssel in Philosophie mit der Arbeit Die Rezeption der Philosophie in Ägypten in der Spätantike zur Dr. phil. promoviert.

Ab 2005 arbeitete Brankaer als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fonds National de la Recherche Scientifique in Belgien. 2008 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte von Katharina Greschat an der Universität Jena. Im März 2010 wechselte sie in das von der DFG geförderte Forschungsprojekt Lexikon gnostischer Mythologumena: Die koptischen Quellen. Ab 2016 leitete sie auch den zweiten Teil dieses Projekts mit dem Titel Lexikon gnostischer Mythologumena, Teil II: die patristischen Quellen.DFG – Project: "Lexikon gnostischer Mythologumena, Teil II: die patristischen Quellen" (Dr. Dr. Johanna Brankaer), abgerufen am 16. Januar 2026. Ab 2017 arbeitete sie als Doktorandin am Lehrstuhl von Heike Grieser an der Universität Mainz. Von April 2018 bis März 2019 vertrat Brankaer an der Universität Tübingen den Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte. 2022 wurde sie an der Universität Mainz mit der Schrift Die Rezeption von 1 Kor 1-4 im Diskurs der Weisheit bei christlichen Autoren des 2. Jahrhunderts auch zur Dr. theol. promoviert. Für diese Arbeit wurde sie mit dem Dissertationspreis der Universität Mainz ausgezeichnet.Preisverleihung am Dies academicus, abgerufen am 16. Januar 2026. Im Sommersemester 2022 vertrat sie an der Universität München ebenfalls den Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte.

Ab August 2022 war Brankaer als Postdoktorandin an der Katholieke Universiteit Leuven im Forschungsprojekt 1Cor-Text, Transmission and Translation of 1 Corinthians in the First Millennium tätig. Im April 2023 kehrte sie an die Universität Mainz zurück, wo sie als Postdoktorandin im Graduiertenkolleg Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen arbeitete. Seit April 2024 hat Brankaer den ordentlichen Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums und Patrologie an der Universität Würzburg inne.Die Rolle der Frauen im frühen Christentum, abgerufen am 16. Januar 2026.

Privat Brankaer ist Mutter einer 2014 geborenen Tochter.

Forschungsschwerpunkte Brankaers Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich des frühen Christentums. Hier forscht sie insbesondere zur Rolle der Frau,Welche Rolle Frauen im frühen Christentum spielten, abgerufen am 16. Januar 2026. vor allem im Bereich des 2. Brief des Johannes.Die Frau, die aus der Bibel verschwand, abgerufen am 16. Januar 2026. Zudem forscht sie zum Gnostizismus und frühen Erscheinungsformen von Häresie. Zum 1. Brief des Paulus an die Korinther forscht sie insbesondere zu dessen Rezeptionsgeschichte und der Weisheitskritik.

Publikationen (Auswahl)

Weblinks

Johanna Brankaer bei der Universität Würzburg Schriften bei academia.edu Lebenslauf bei academia.edu

Einzelnachweise

Kategorie:Patristiker Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau