mini|Hummelstraße 4 mini|Detail Hummelstraße 4 mini|Remisengebäude Hummelstraße 4 Das Haus Hummelstraße 4, auch Villa Werther genannt, ist eine historistische Villa mit Remisengebäude in der Altstadt von Weimar.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.1.: Altstadt, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 405.

Geschichte Die repräsentative Villa im Stil der Neorenaissance wurde 1887/88 auf einem schiefwinkligen Grundstück in der Hummelstraße unweit der einstigen Posthalterei errichtet.Axel Stefek (Hrsg.): Energie in Weimar: Vom Mittelalter bis in die Neuere Zeit (= Energiegeschichte der Stadt Weimar. Bd. 1). Hrsg. von der Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH durch Axel Stefek. Weimar 2016, S. 95 ff. Bauherr war der Posthalter und Spediteur Gustav Werther. Den Entwurf lieferte der Architekt Karl Vent. Im Jahre 1895 bekam das Anwesen mit Dr. Wilhelm Ponndorf einen neuen Eigentümer, der eine Veranda und einen Waschraum nach dem Entwurf von Rudolf Zapfe anbauen ließ. Ein um 1950 entstandener Anbau für das benachbarte Kinogebäude Hummelstraße 2 wurde bei der Sanierung 2002/03 beseitigt. Der zweigeschossige, vollständig unterkellerte Ziegelbau mit Drempelgeschoss aus Fachwerk mit gemauerter Vorlage und weit auskragendem Flachdach mit einer Holzsegmentdeckung steht frei ohne Anbindung an die Nachbarhäuser in der nördlichen Flucht der Hummelstraße. Die Mittelachse der mit Travertinplatten verkleideten Straßenfassade wird durch eine Serliana im Hochparterre und ein gekoppeltes, durch eine Säule geteiltes Fenster darüber gestalterisch betont. Die plastisch verzierten Fenstergewände haben Giebelaufsätze bzw. Architrave aus hellem Sandstein. Eine optische Trennung von Souterrain und Parterre ist nicht vorhanden. Der Hauseingang ist auf der Westseite über eine Freitreppe zu erreichen. Zur Ausstattung der Entstehungszeit zählen u. a. die im Halbkreis verzogene Holztreppe mit Balustergeländer, die Türblätter, Parkettfußböden und die Holzbalken- und Kassettendecken in den Wohnräumen des Parterres. Ehemals war eine Beleuchtung des Foyers durch ein Oberlicht vorhanden, was untypisch für die Weimarer Villenarchitektur war. An der Nordwestecke des Grundstücks steht das 1893 errichtete Remisen- und Kutschergebäude, ein eingeschossiger Winkelbau mit verziertem Fachwerkdrempelgeschoss und Fachwerkgiebeln.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.1.: Altstadt, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 405. Das Remisengebäude dient als Gästehaus.http://www.villa-werther.de/ In der Villa selbst sind Wohnungen und eine Arztpraxis.

Weblinks

Remise Hummelstraße 4

Einzelnachweise

Kategorie:Villa in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar