Der Kanton Schledehausen war während der Franzosenzeit eine Verwaltungseinheit im Königreich Westphalen. Sein Hauptort war Schledehausen, das heute zur Gemeinde Bissendorf im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen gehört.
Geschichte
Das Gebiet des westphälischen Kantons Schledehausen gehörte bis zur Franzosenzeit zum Amt Iburg im Hochstift Osnabrück. Von 1807 bis 1810 bestand der Kanton im Distrikt Osnabrück des Departements der Weser im Königreich Westphalen. Er hatte im Jahr 1808 5752 Einwohner.Johann Georg Hassel: Geographisch-statistischer Abriß des Königreichs Westphalen. Verlag des Landes-Industrie-Comptoirs, Weimar 1809 Volltext bei Google Books, S. 238
Zum Kanton Schledehausen gehörten die folgenden Orte: Astrup Belm Darum Ellerbeck Grambergen Gretesch Haltern Icker Jeggen Krevinghausen Linne Lüstringen Powe Schledehausen Vehrte Wellingen Westrup Wissingen Wulften Nach der Annexion der Gebiete westlich der Weser durch das Kaiserreich Frankreich wurde der Kanton Schledehausen 1811 aufgelöst. Sein Gebiet fiel an die Kantone Osnabrück-Land und Ostercappeln im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. Nach der Niederlage Napoleons und dem Abzug der Franzosen fielen alle betroffenen Gebiete durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 an das Königreich Hannover.
Einzelnachweise
Schledehausen Kategorie:Bissendorf Kategorie:Geschichte (Landkreis Osnabrück) Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1807 Kategorie:Aufgelöst 1810