Zweimal im Leben (Originaltitel: Twice in a Lifetime) ist ein amerikanisches Filmdrama von Bud Yorkin mit Gene Hackman und Amy Madigan aus dem Jahr 1985. Amy Madigan war für ihre Rolle in dem Film bei der Oscarverleihung 1986 als beste Nebendarstellerin für einen Oscar nominiert. Hackman und Madigan waren außerdem beide bei den Golden Globe Awards 1986 für ihre Rollen nominiert.

Handlung Der fünfzigjährige Stahlarbeiter Harry lernt in seiner Kneipe die neue Tresenkraft Audrey kennen und verliebt sich in sie. Schließlich verlässt er seine Ehefrau Kate und zieht zu seiner neuen Liebe. Seine Frau ist am Boden zerstört und baut sich ein neues Leben auf. Seine älteste Tochter Sunny, selbst gefangen in einer Ehe mit dem arbeitslosen Ehemann und Kindern, ist besonders wütend auf ihren Vater, da er die Familie verließ, als die Jüngste Helen heiraten soll.

Rezension Roger Ebert meinte 1985, dass der Film seine Karten gut ausspiele. Eine der Stärken sei, dass man verschiedene Perspektiven sehe. Die interessanteste und komplizierteste Figur sei die von Amy Madigan gespielte älteste wütende Tochter. Sie sei der Berührungspunkt für die verschiedenen Geschichten. Sie sei erschöpft von ihrer Schwester und liebe sie, halte zu ihrer Mutter und lasse den Vater zögerlich los. Das sei eine ziemliche Herausforderung das alles zu balancieren. Während sie das tut sieht man eine der kompliziertesten Filmfiguren der jüngeren Kinogeschichte. Auch die von Gene Hackman und von Ann-Margret gespielten Figuren seien komplex. Sie seien nicht von Verlangen angezogen, sondern von der Aussicht ein neues Leben zu führen. Der Film kenne den Unterschied zwischen junger und mittelalter Liebe. Kinder seien oft von Romantik motiviert. Vierzig-, Fünfzigjährige seien aber manchmal inspiriert von dem romantischsten Ideal: Idealismus und Vorstellung einen Geistesgefährten gefunden zu haben. Am wenigsten ausgearbeitet sei die von Ellen Burstyn gespielte Mutter. Am Ende des Films beginne sie zwar auch zu realisieren, dass sie auch in der Ehe gefangen war, aber das sei eher der Bequemlichkeit des Drehbuchs geschuldet.Roger Ebert: Twice in a Lifetime, rogerebert.com vom 25. Dezember 1985

Janet Maslin meinte im Erscheinungsjahr in der New York Times, dass es ein angenehmes, zweitklassiges Familiendrama reich an Volksweisheiten, wie man sie im täglichen Fernsehen finde, sei. Gespielt würde es von Darstellern, die so gut seien, dass sie selbst papierdünnen Charakteren einige Tiefe gäben. Der sentimentale Kleinstadtethos der 1930er Jahre sei vorüber, aber dies sei das nächste Vorstellbare dazu: ein sentimentales Kleinstadt-Familiendrama um eine Scheidung.Janet Maslin: Film: Tale of a Divorse, ‘Twice in a Lifetime’, The New York Times vom 23. Oktober 1985

Der Filmdienst fasst den Film zusammen mit:

Cinema urteilt demgegenüber:

Auszeichnungen 1986 Oscar: Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Amy MadiganThe 58th Academy Awards | 1986 bei oscars.com Golden Globe Awards:Twice in a Lifetime bei goldenglobes.com Nominierung als bester Hauptdarsteller für Gene Hackman Nominierung als beste Nebendarstellerin für Amy Madigan

Weblinks

Zweimal im Leben im Filmdienst

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1985 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmdrama