mini|alt=Ache Ahmat Moustapha 2024.|Ache Ahmat Moustapha 2024 Aché Ahmat Moustapha (Aché Coelo, geb. 16. Juli 1985, N’Djamena, Tschad) ist eine Soziologin, Autorin und Filmemacherin aus dem Tschad. Bekannt ist sie vor allem für ihre Filme, die sich mit den Rechten und dem Schutz afrikanischer Mädchen und Frauen auseinandersetzen. Seit 2020 lebt sie in Frankreich.

Leben Jugend und Ausbildung Ahmat Moustapha wurde am 16. Juli 1985 in N’Djamena geboren. Sie wuchs in einer Familie aus dem Norden des Tschad auf und erlebte eine Kultur, die die Bewegungsfreiheit von Mädchen stark einschränkte. Diese frühen Erfahrungen prägten ihren späteren Aktivismus für Frauen und Mädchen und inspirierten die Themen einiger ihrer Filme.

Sie besuchte von 2003 bis 2007 die Universität Abderrahmane Mira in Béjaïa, Algerien, wo sie ihren Abschluss in Soziologie und Kommunikationswissenschaften erwarb.

Sie spricht fließend Französisch, Arabisch, Englisch und Kanembou.

Karriere Nach ihrem Studienabschluss begann Ahmat Moustapha zunächst ab 2008 als Produzentin beim Office National de la Radio et Télévision Tchadien (ONRT). Von 2009 bis 2011 moderierte sie die beliebte Talkshow „Espace Jeunes“ im tschadischen Fernsehen (Chadian TV).

Anschließend arbeitete sie als Kommunikationsdirektorin für das Kino Le Normandie in N’Djamena und als Marketingdirektorin bei Media Scan, einer Tochtergesellschaft von Canal+, bevor sie 2013 zum UNICEF-Büro im Tschad wechselte. Während ihrer dreijährigen Tätigkeit bei UNICEF bekleidete sie verschiedene Positionen, unter anderem die der Jugendbeauftragten (Youth Engagement Officer).

2013 schrieb und inszenierte sie ihren ersten Kurzfilm „Entre 4 Murs“ (Zwischen vier Wänden). Der von ihrer eigenen Kindheit inspirierte Film handelt von einem tschadischen Mädchen, dem die Eltern verbieten, das Haus zu verlassen. Er wurde auf Festivals wie dem Festival des cinémas d’Afrique du pays d’Apt und Vues d’Afriques gezeigt. ihr zweiter Kurzfilm „Al-Amana“,Al-Amana youtube.com 2016. erzählt ebenfalls die Geschichte eines tschadischen Mädchens, einer Teenagerin, die von einer Musikerkarriere träumt und von ihrer Familie daran gehindert wird. Der Film feierte 2017 Premiere beim Panafrican Film and Television Festival of Ouagadougou (Fespaco) und wurde auf dem Luxor African Film Festival, dem Festival Cinema Court Kef in Tunesien und dem AFRICLAP Film Festival in Toulouse gezeigt.

2018 gründete Ahmat Moustapha die Tschadische Vereinigung für gemischte Kulturen (Association of Mixed Cultures), die Kunstprojekte fördert. Zu ihren Initiativen gehörte der Fotoband „Porträts tschadischer Frauen“ (Portraits of Chadian Women). In Zusammenarbeit mit der tschadischen Fotografin und Autorin Salma Khalil Alio entstanden, rückt „Porträts“ das Leben von 106 tschadischen Frauen in den Fokus – eine Initiative, die sowohl ihre Leistungen würdigen als auch gängige Frauenbilder in ihrem Land hinterfragen soll. Neben dem 2017 erschienenen Buch wurde eine Ausstellung mit einigen der Fotografien in Frankreich und im Tschad gezeigt. Ebenfalls 2018 gründete sie FETCOUM, das erste Kurzfilmfestival im Tschad. Es wurde unter anderem von der französischen Botschaft in N’Djamena finanziert und fand im Juni 2019 nach vier Tagen statt, gefolgt von einer zweiten Ausgabe im Oktober 2019.

Im selben Jahr führte sie bei ihrem dritten Film Regie, Une journée à l’école au Tchad.Une journée à l’école au Tchad (A Day at School in Chad) youtube.com. Der Film erzählt die Geschichte von Eve, einer dreizehnjährigen Schülerin in N’Djamena, erzählt, die trotz aller Widrigkeiten entschlossen ist, ihre Ausbildung fortzusetzen.

Im Juli 2019 wurde sie in den Conseil Présidentiel pour l’Afrique (Afrika-Rat) von Präsident Emmanuel Macron berufen, eine Position, die sie zwei Jahre lang innehatte. Der unabhängige Beirat mit mehr als einem Dutzend Mitgliedern berät den französischen Präsidenten in Fragen der Beziehungen zwischen Frankreich und Afrika sowie zu afrikanischen Angelegenheiten im Allgemeinen.

Ihr erster Roman, Kalam Sutra, erschien im März 2022 in Frankreich bei Cent Mille Milliards. Im Mittelpunkt steht ein Mädchen, das durch Boko Haram zur Waise wurde. Ahmat Moustapha wollte mit der Geschichte die Rechte von Frauen und den Kampf gegen den Terrorismus in der Tschadseeregion in den Fokus rücken.

Im Jahr 2025 veröffentlichte sie den Dokumentarfilm #Harcèlement 2.0 (#Cybermobbing 2.0 - #Cyberbullying 2.0), der ihre eigenen und die Erfahrungen anderer afrikanischer Frauen mit Cybermobbing thematisiert. Der Film wurde unter anderem von France 24, TV5 Monde Afrique, Radio France Internationale (RFI) und Jeune Afrique.

Filmografie 2014: Entre 4 Murs 2014: Between 4 Walls 2016: Al-Amana 2018: Une journée à l’école au Tchad 2018: A Day at School in Chad 2025: #Harcèlement 2.0

Bücher 2017: Portraits de femmes tchadiennes (Portraits of Chadian Women). Fotoband, zusammen mit Salma Khalil Alio. France: Edilivre. 2022: Kalam Sutra. France: Cent Mille Milliards.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Fernsehmoderator Kategorie:Autor Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Tschader Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Frau