Douce Namwezi N’Ibamba (geb. 11. Februar 1989, Bukavu, Sud-Kivu, Zaire) ist Journalistin, Radioproduzentin und Sozialunternehmerin aus der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Sie engagiert sich für die Stärkung von Frauen durch Bildung und Ausbildung, insbesondere im Bereich der Geschlechtergleichstellung und Menstruationshygiene. Zudem ist sie Vorstandsvorsitzende des Kulturzentrums Espace Culturel Kwetu Art.
Leben Namwezi wurde am 11. Februar 1989 in Bukavu, Süd-Kivu, geboren, einer Stadt am Südwestufer des Kiwusees. Beide Eltern arbeiteten in Pflegeberufen. Sie ist eines von acht Geschwistern.John Prendergast, Ryan Gosling: Congo Stories: Vechten met vijf eeuwen uitbuiting en hebzucht. Overamstel Uitgevers 2019: ISBN 978-94-92958-25-9 Als sie acht Jahre alt war, musste ihre Familie aufgrund von Machtkämpfen im Bürgerkrieg fliehen und lebte eine Zeit lang mit anderen Binnenvertriebenen zusammen. Sie besuchte das Collège Alfajiri und erwarb später einen Abschluss in Internationalen Beziehungen an der Universität Bukavu. Schon früh hegte N’Ibamba den Wunsch, Journalistin zu werden, doch viele sagten ihr, das sei kein Beruf für Frauen. Entschlossen begann sie jedoch mit 16 Jahren, Radiosendungen beim katholischen Radiosender Radio Maria zu produzieren, und trat zwei Jahre später der Association des Femmes des Médias du Sud Kivu (Verband der Frauen in den Medien von Süd-Kivu, AFEM) bei. Zu dieser Zeit befand sich die Demokratische Republik Kongo im Krieg, und N'Ibamba berichtete im Radio über ehemalige Kindersoldaten und Massenvergewaltigungen. Nach zehn Jahren bei AFEM übernahm sie die Rolle der Interimskoordinatorin.
2016 übernahm N’Ibamba die Programmleitung bei MAMA Radio, einem Radiosender, der sich für die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter einsetzt. 2018 verließ sie MAMA Radio, um die Initiative Uwezo Afrika zu gründen, eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Tabus rund um die Menstruation durch Aufklärung und Sensibilisierungskampagnen zur sexuellen Hygiene widmet. Dies geschieht durch Journalismus, Berufsausbildung und soziales Unternehmertum zur Stärkung von Frauen. Die Initiative verteilt außerdem Hygieneartikel zur sexuellen Gesundheit und Menstruation an Frauen in der Demokratischen Republik Kongo, darunter wiederverwendbare und waschbare Menstruationsbinden. 2020 gründete Douce zusammen mit sechs Kulturorganisationen in Bukavu das KWETU ART-Kulturzentrum, dessen Vorstandsvorsitzende sie ist.
Ende 2020 wurde sie von der BBC in der jährlichen Liste der 100 Women des Jahres erwähnt.
Einzelnachweise
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